Der Windpark zwischen Bertkow und Baben soll Verstärkung erhalten. Ein Firmenkonsortium plant dort die Errichtung von vier weiteren Windgeneratoren. Der Gemeinderat Goldbeck gab zum Vorhaben in einer Stellungnahme grundsätzlich seine Zustimmung. Aber es gab auch Kritik - unter anderem an den geplanten Ausgleichsmaßnahmen.

Von Andreas Puls

Bertkow/Baben l Was die Erzeugung regenerativer Energie betrifft, ist die Gemeinde Goldbeck ein Vorreiter in der Altmark. Davon zeugen unter anderem zwei große Photovoltaikparks im Ort Goldbeck, von denen sich einer ("Goldbeck Süd") derzeit noch im Bau befindet, das geplante Biomasseheizkraftwerk sowie die zahlreichen Windgeneratoren in der Gemeinde.

Der bereits bestehende Windpark zwischen Bertkow (Gemeinde Goldbeck) und Baben (Gemeinde Eichstedt) soll noch Verstärkung erhalten.

"Verdichtung" des bestehenden Parks

Dort ist die Errichtung von weiteren vier Windrädern geplant. Zwei sollen auf Bertkower und zwei auf Babener Gemarkung gebaut werden. Dazu gab der Gemeinderat Goldbeck auf seiner jüngsten Sitzung eine positive Stellungnahme (nach Paragraph 4 des Bundesemissionsschutzgesetzes) ab. Die Unterlagen für das Vorhaben liegen im Bauamt zur Einsichtnahme aus. "Der Gemeinderat hat sich zwar in der Vergangenheit gegen neue sowie gegen die Erweiterung bestehender Windparks ausgesprochen. Bei den vier Generatoren, die zwischen Bertkow und Baben errichtet werden sollen, handelt es sich jedoch um die Verdichtung eines bestehenden Windparks. Darum hat der Gemeinderat grundsätzlich keine Einwände", erklärt Bürgermeister Torsten Dobberkau gegenüber der Volksstimme.

Gemeinde erwartet 150000 Euro Einnahmen

Allerdings wird gefordert, dass der nächtliche Blinktakt sämtlicher Anlagen synchronisiert wird und die Zufahrtswege nach dem Bau ordnungsgemäß hergerichtet werden. Außerdem gibt es Kritik an den geplanten ökologischen Ausgleichmaßnahmen. Wie Dobberkau ausführt, hat sich der Landkreis Stendal dafür ausgesprochen, die Mittel für Ausgleichmaßnahmen für die weitere Renaturierung des Zehrengrabens zu verwenden. Der Goldbecker Gemeinderat sprach sich jedoch für die Umsetzung von Maßnahmen - zum Beispiel Gehölzanpflanzungen - vor Ort aus.

Der Windpark Bertkow ist nicht nur für die Betreiber sowie für die Grundstückseigentümer lukrativ, sondern auch für die Gemeinde Goldbeck. Wie Dobberkau gegenüber der Volksstimme ausführt, flossen im Jahr 2013 durch die Anlagen 95000 Euro Gewerbesteuern in kommunale Kasse. Für 2014 erwartet die Gemeinde sogar bis zu 150000 Euro.