Osterburg (nim) l An der Brüderstraße 2 sind seit Frühherbst vergangenen Jahres Handwerker am Arbeiten. Im Auftrag der Osterburger Wohnungsgesellschaft entstehen in einem Haus (1925) neun altengerechte Appartements. Zwei im Erd- bzw. ersten Obergeschoss befindliche Wohnungen sollen sogar auf die Anforderungen von Rollstuhlfahrern ausgelegt sein.

Mit dem bisherigen Verlauf der rund eine Million Euro teuren Investition zeigte sich Rüdiger Mallohn zufrieden. "Das Dach ist geschlossen, die neuen Fenster sind eingebaut. Mittlerweile laufen im Inneren Trockenausbau- und Elektroarbeiten", sagte der Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft. Da der vergleichsweise milde Winter dem Bauverlauf bislang kaum ins Handwerk pfuschte, dürfte der geplante Fertigstellungstermin auch zu halten sein. "Wir gehen davon aus, dass wir die Wohnungen im September an die Mieter übergeben können", informierte Mallohn.

Bis dahin dürfte auch der Hof neugestaltet sein. Die Fläche hinter dem mit Fahrstuhl und auf der Hofseite mit Balkonen ausgestatteten Haus soll komplett Erholungszwecken dienen. Angedacht sind unter anderem mehrere Sitzecken, die einzige verbleibende Garage soll als Unterstellmöglichkeit für Fahrräder oder Rollatoren dienen. Lediglich ein kleiner Teilbereich darf für Be- und Entladezwecke durch Autos befahren werden. Zukünftige Mieter brauchen sich aber keine großen Gedanken über eine Abstellmöglichkeit für ihren fahrbaren Untersatz machen. Sie können fünf Parkplätze nutzen, die sich unmittelbar hinter der Hofmauer und vor dem Grundstück des Jobcenters befinden.

24 Miet-Anfragen liegen schon vor

Wer im September das Haus an der Brüderstraße 2 bezieht, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Erste Gespräche mit Miet-Interessenten über die 40 bis 100 Quadratmeter großen Zwei- und Dreiraumwohnungen sollen im April geführt werden.

Sorgen über etwaigen Leerstand in der Immobilie muss sich der Wohnungsverwalter nicht machen. "Derzeit liegen uns 24 Anfragen für die Brüderstraße 2 vor. Nicht nur von Einwohnern aus der Kernstadt. Sondern auch aus dem Umland von Osterburg", sagte Mallohn. "Wir nehmen aber nach wie vor Anfragen entgegen. Das gilt auch für die behindertengerechten Wohnungen", fügte der Geschäftsführer abschließend hinzu.