Goldbeck (apu) l Mit der zurückliegenden Gebietsreform haben viele Gemeinden in Sachsen-Anhalt ihre Eigenständigkeit verloren. Auch die ehemaligen Gemeinden Goldbeck und Bertkow haben sich 2010 zusammengeschlossen. Im Vorfeld war in einem Gebietsänderungsvertrag unter anderem festgelegt worden, welche investiven Maßnahmen in den Orten in den Jahren nach Inkrafttreten der Reform abgearbeitet werden sollen, damit sich in der "Ehe" keine Seite benachteiligt sieht.

Während der jüngsten Gemeinderatssitzung in Goldbeck wurde wieder einmal eine Zwischenbilanz gezogen. Es ging um die Erfüllung der vereinbarten Maßnahmen in den Orten. Wie Goldbecks Bürgermeister Torsten Dobberkau gegenüber der Volksstimme ausführt, wurde in der Diskussion festgestellt, dass eine Reihe der geplanten investiven Vorhaben zwischenzeitlich abgearbeitet wurde.

Unter anderem wurde der Grüne Weg in Bertkow saniert, das Vorgelände am Goldbecker Bahnhof zu einem Parkplatz mit modernem "Park-and- Ride"-System gestaltet, der Gehweg in Petersmark gebaut, in Möllendorf die Junkerstraße teilsaniert und der ländliche Weg von Plätz nach Goldbeck gebaut.

"Aber es ist auch noch eine Reihe von geplanten Maßnahmen offen. Dazu zählt unter anderem der ländliche Weg von Bertkow in Richtung Baben (Gemeinde Eichstedt). Zwischen den beiden Kommunen war vor längerer Zeit vereinbart worden, den Weg auszubauen. Die Babener haben ihren Teil auch bereits realisiert, aber unser Abschnitt konnte bisher aus finanziellen Gründen einfach noch nicht umgesetzt werden. Die Verbandsgemeinde sagte, dass die Wegebaumaßnahme ohne Fördermittel von der Gemeinde nicht zu stemmen sei", erklärt Dobberkau. Und er fügt hinzu: "Die Eigenmittel sind dafür leider vorerst auch noch nicht aufzubringen, weil wichtigere Projekte umzusetzen sind - zum Beispiel der Neubau der Grundschule."

Außerdem erschließe der Wasserverband in Goldbeck den Wieseweg, den Gartenweg sowie den Blumenweg. Dadurch kämen auf die Gemeinde nicht unerhebliche Ausgaben für den Straßenbau zu. Dadurch trete der Wegebau erst einmal zurück. Das betrifft auch die Umsetzung weiterer Maßnahmen, die im Gebietsänderungsvertrag verankert sind. Fazit der Diskussion im Gemeinderat: "Ein Teil der vereinbarten Vorhaben wurde abgearbeitet. Ein anderer Teil muss noch umgesetzt werden. Diese Maßnahmen werden nicht aus den Augen verloren."