Der Radrundkurs Altmark ist für seine Nutzer Lust, für die, die ihn unterhalten, aber auch Last.

Seehausen l Anfang der 1990er Jahre startet im Landkreis Stendal das ehrgeizige Tourismus-Projekt "Radrundkurs Altmark". Damals wurden viele Kilometer Piste mit Hilfe großzügiger Förderung für Pedalritter aus dem Boden gestampft. Dort, wo die Wege nicht straßenbegleitend gebaut wurden, tun sich die Verantwortlichen inzwischen oft schwer mit dem Erhalt der Wege, die unter der Regie des Landkreises entstanden, sich aber in der Regel in der Baulast der Kommunen befinden.

So auch bei Seehausen, wo sich ein Stück des Kurses von der Bundesstraße189 durch den Wald nach Barsberge schlängelt und in Gefahr läuft, von der Natur zurück erobert zu werden. Was in der jüngsten Sitzung des Seehäuser Bauausschusses von Willi Hamann angesprochen wurde, der sich um den Zustand des gepflasterten Weges sorgte, sich nach der Zuständigkeit erkundigte und nach eventuell geplanten Maßnahmen fragte.

Arbeitsförderer wollen im April Vollzug melden

Simone Tandeck bekräftigte auf Nachfrage der Volksstimme, dass die Kreisverwaltung sich vor allem bei der überregionalen Koordinierung - was zum Beispiel Prospekte, Beschilderung und Vermarktung betrifft - in der Pflicht sieht, die Gemeinden aber auch bei der Suche nach Zuschüssen für den Bau beziehungsweise den Erhalt der Radwege unterstützt. In dem Fall kommt die Gesellschaft für Arbeitsförderung und Sanierung (GfAuS) Stendal ins Spiel, die den Weg eigentlich im vergangen Jahr auf Vordermann bringen sollte und wollte, aber vom Hochwasser ausgebremst wurde. Heißt, die meisten Kräfte wurden in den Elb-Havel-Winkel abgezogen, um dort bei den Aufräumarbeiten zu helfen, was sie der Seehäuser Verwaltung auch schon schriftlich mitgeteilt habe, so Tandeck. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Nach Möglichkeit noch bis Ende April dieses Jahres sollen die Arbeiten nachgeholt werden. Das betrifft die Säuberung des Pflasters ebenso wie das Schneiden des Lichtraumprofils oder die Erneuerung der Poller, die das Befahren des Radweges durch Kraftfahrzeuge verhindern sollen. Allerdings gab die Behördenmitarbeiterin mit Blick auf den Baumbestand rechts und links der Trasse zu bedenken, dass der Weg schon sehr naturnah angelegt sei und dass in dem Gebiet auch forstwirtschaftliche Aktivitäten an der Tagesordnung sind.

Bilder