Die Einwohner aus Dequede und Röthenberg kritisieren die Abschaltung ihrer Straßenbeleuchtung in den Nachtstunden. Die Situation soll sich jedoch zum Besseren wenden.

Dequede l "Wir werden einfach nicht erhört", sagt Ortsrätin Birgitt Gabel, die schon mehrfach die Verantwortlichen mit dem Thema konfrontierte: In Dequede und dem ein Kilometer entfernten Röthenberg brennt in den Nachtstunden nicht eine einzige Straßenlaterne. "Das geht auf keinen Fall." Bürgermeisterin Jutta Berger nutzte in der Vergangenheit die Bürgermeister-Beratungen der Hansestadt, um auf das Problem aufmerksam zu machen.

Die Stadt reagiert nun. Nach Nachfrage beim Bauamt hätte der von der Stadt beauftragte Elektriker sechs defekte Lampen in Dequede ausgewechselt. Siegfried Bartels, Mitarbeiter des Amtes, geht davon aus, dass Ende dieser Woche wieder der Normalfall eintritt. Und das bedeutet, dass von der Dämmerungsphase bis circa 20.30/21 Uhr alle Laternen den Bürgern den Weg weisen. Von da an wird es dunkler. Aber eine totale Finsternis, wie es aktuell in den ehemaligen Kreveser Ortsteilen der Fall ist, sei keineswegs vorgesehen. Jede zweite beziehungsweise jede dritte Lampe soll in den Nachtstunden eine entsprechende Orientierung gewährleisten. Und ab circa fünf Uhr brennen wieder alle. So soll es künftig auch für Dequede und Röthenberg der Fall sein. "Es ist sicherlich nicht notwendig, dass jede an ist. Aber gerade aus Sicherheitsgründen sollte es machbar sein, dass einige Stellen beleuchtet sind", bemerkte Jutta Berger, die es für erforderlich hält, dass das Licht nicht gänzlich abgeschaltet wird. Sie zeigte auch kein Verständnis für die 2011 noch unter damaligen Bürgermeister Hartmuth Raden durchgesetzten Sparmaßnahmen der Stadt, die damals die völlige Beleuchtung außer Kraft setze. Es regte sich Protest. Auch in Dequede.

Mit den realisierten Reparaturen und der Ankündigung auf eine verbesserte Situation ist auch in Dequede im wahrsten Sinn des Wortes Licht am Ende des Tunnel in Sicht. Besonders Eltern sind etwas erleichterter, da auch die Straßenlaterne an der Bushaltestelle des Ortes defekt war.

2800 Lampen in der Einheitsgemeinde

Siegfried Bartels gibt den Hinweis, dass Bewohner die festgestellten Schäden beim Bauamt melden sollten. "Wir reagieren dann zeitnah. In rund 14 Tagen sollten die Lampen repariert sein." Es sei nicht immer einfach, einen Gesamtüberblick über die zur Einheitsgemeinde Osterburg gehörenden rund 2800 Straßenlaternen zu besitzen. Und Funktionsstörungen könnten schon mal auftreten. Vor kurzem blieb die gesamte Bahnhofstraße der Biesestadt dunkel. Wie sich herausstellte, verursachte dies ein Kabelschaden im Bereich der Ernst-Thälmann-Straße.