Die Frage nach den Grundschulstandorten in Arneburg-Goldbeck beschäftigte am Dienstag einmal mehr den Schul- und Sozialausschuss. Eine Entscheidung der Hansestadt Werben bezüglich der Hortbetreuung ab kommenden Schuljahr blieb vorerst noch aus.

Goldbeck l Die Grundschulstandorte einschließlich der Hort beschäftigte am Dienstag wieder die Mitglieder des Schul- und Sozialausschusses der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck. Ein Signal aus Werben, wo die Hortkinder im kommenden Schuljahr betreut werden sollen, wenn die Werbener Schule geschlossen und Werbener Kinder in Iden unterrichtet werden, konnte Bürgermeister Jochen Hufschmidt den Ausschussmitgliedern nicht gegeben.

Werbener Stadtrat will Hortentscheidung treffen

Hufschmidt verwies darauf, dass sich der Werbener Stadtrat am 25. Februar, auf eine der beiden Varianten einigen werde. Zum einen ist es möglich, dass Kinder, die unmittelbar in Werben zu Hause sind, nach dem Unterricht mit dem Bus in ihre Heimatstadt fahren und dort im Hort betreut werden, zum anderen können alle Kinder in Iden betreut worden, wobei dazu ein Anbau erfolgen muss (Volksstimme berichtete). "Ich akzeptiere, dass die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck Planungssicherheit haben muss, deshalb treffen wir im Stadtrat eine Entscheidung ", erklärte Hufschmidt.

Verbandsgemeinde-Bürgermeister Eike Trumpf erinnerte daran, dass der Verbandsgemeinderat bereits am kommenden Montag, 17. Februar, den Beschluss über den Fortbestand des Hortes in Werben auf der Tagesordnung hat. Bleibt abzuwarten, ob die Verbandsgemeinderatsmitglieder über diesen Tagesordnungspunkt am Montag nur beraten und einen Beschluss auf die Märzsitzung vertagen, damit die Entscheidung aus Werben berücksichtigt werden kann, oder sie über die Köpfe der Werbener hinweg entscheiden werden.

Dass möglicherweise Kinder aus Orten der Gemeinde Altmärkische Wische doch wieder in Werben beschult werden könnten, darüber informierte Werbens Bürgermeister den Ausschuss.

Schreiben aus der Altmärkischen Wische

Wie er schilderte, liege ihm ein Schreiben dieser Gemeinde vor, in dem der Rat erklärt, dass er den Erhalt der Werbener Schule unterstützen wolle. Im Falle des Fortbestands der Werbener Grundschule sollen weiterhin Kinder dort unterrichtet werden. Elf Ratsmitglieder haben dieses Schreiben unterzeichnet, ein förmlicher Beschluss stehe noch aus. Der Gemeinderat werde sich im Anschluss bei der Verbandsgemeinde Seehausen, der sie angehört, für den Grundschulstandort Werben stark machen, wie Hufschmidt erläuterte.

Ausschussvorsitzende Gabriele Andert mahnte die Landesregierung an, rasch über die Schulstandorte zu entscheiden. Wie Ronny Gabel, Sachgebietsleiter im Hauptamt, ankündigte, werde vor Ende März kaum mit einer entsprechenden Entscheidung aus Magdeburg zu rechnen sein.

"Eltern müssen wissen, wie es weitergeht"

Gabriele Andert

"Mir geht es darum, dass die Eltern wissen, wie es weitergeht. Die Gemeinden brauchen Planungssicherheit; die Eltern auch. Da muss sich das Land endlich positionieren", sagte die Ausschussvorsitzende.

Die Schulstandortproblematik beschäftigte bereits während der Einwohnerfragestunde die anwesenden Bürger. Die Werbenerin Ines Bergmann stellte die Anfrage, warum während der Ferien in der Grundschule Werben Buttons am Inventar verteilt wurden, die Hinweise darüber geben, ob der entsprechende Gegenstand noch zu gebrauchen ist, obwohl sich das Land noch nicht zu den empfohlenen Schulschließungen geäußert habe.

Der Verbandsgemeindebürgermeister stellte klar, dass die Inventur keineswegs mit bevorstehenden Schulschließungen in Verbindung zu setzen sei: "Diese Inventur lief in allen sieben Grundschulen der Verbandsgemeinde." Eine solche Inventur stehe alle drei Jahre an, erklärte Trumpf den anwesenden Bürgern.