Seehausen (igu) l Im aktuellen Haushaltsplan, den Kämmerin Katrin Neuber am Dienstag den Mitgliedern des Sozialausschusses und gestern den des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Tourismus sowie des Gremiums für Bau- und Ordnungsangelegenheiten des Verbandsgemeinderates Seehauses in einer ersten Beratung vorstellte, fehlen 43000 Euro. Ziel ist es, die alte Umlage von 53,56 von Hundert zu erreichen. Und dafür muss aus dem ersten Etat-Entwurf die genannte Summe noch eingespart werden.

Verärgert über Zahlungen für Standort Flessau

Es sei zwar schwierig, dennoch hält es die Kämmerin für realistisch, auf den Umlage-Wert des Vorjahres zu kommen. Dafür müssen die Kommunalpolitiker den Rotstift im ersten doppischen Haushalt der Verbandsgemeinde ansetzen. Die vorgestellten Zahlen sollen Diskussionsstoff sein. Im Haushaltsplan ist auch das vorläufige 2013er Jahresergebnis verankert: Voraussichtlich können 276000 Euro als Überschuss eingearbeitet werden. Neuber bejahte die Frage von Sozialausschuss-Mitglied Rüdiger Kloth, ob diese Gelder auch für investive Vorhaben genutzt werden könnten. Tief in die Tasche greifen muss die Verbandsgemeinde auch bei den Schülern, die außerhalb beschult werden. Sauer aufgestoßen ist einigen Mitgliedern des Sozialausschusses die Summe von 58000 Euro, die für die in der Flessauer Grundschule unterrichtete Schülerschar überwiesen werden muss. Die Verbandsgemeinde pochte auf eine Änderung des Schuleinzugsbereiches in der Altmärkischen Höhe, wollte die Erst- bis Viertklässler in die Grundschule nach Seehausen "holen". Letztendlich entschied der Kreistag, den Einzugsbereich für die zur Einheitsgemeinde Osterburg gehörende Bildungsstätte in Flessau nicht zu ändern. "Wir finanzieren weiterhin die Schule in Flessau", ist Karsten Reinhardt, Mitglied des Sozialausschusses verärgert. Abgelehnt wurde auch der Antrag von Werbener Eltern, die ihre Schüler in Seehausen unterrichten lassen wollten.