Bömenzien (igu) l Sina Schröder ist zuversichtlich. Die Koordinatorin des im Vorjahr gestarteten Projektes "Lückenschluss Grünes Band" schaut aufgrund der bereits neu geschaffenen Bedingungen für die Tier- und Pflanzenwelt optimistisch nach vorne. Sie machte schon Tiere wie die selten gewordene Kreuzkröte aus. Der Froschlurch hat auf der circa sieben Hektar großen Fläche im ehemaligen Grenzstreifen zwischen Bömenzien und dem niedersächsischen Nienwalde einen neuen Lebensraum für sich entdeckt. Dank der Maßnahmen des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Umzäunte Biotope für die Kreuzkröte angelegt

"Das Grüne Band bildet eine Lebenslinie, in welcher mehr als 1200 gefährdete Tier- und Pflanzenarten vorkommen. Viele dieser Arten sind selten, da sie das Offenland als Lebensraum bevorzugen. Diese offenen Lebensräume sind in der heutigen Landschaft jedoch vielerorts rar geworden", so Sina Schröder. Auf einer BUND- Eigentumsfläche im ehemaligen Grenzstreifen wurde der Kiefernbestand aufgelichtet, welcher seit der Wiedervereinigung ungehindert gewachsen ist. Mit schwerer Forsttechnik wurde das anfallende Material durch einen einheimischen Betrieb gehäckselt und anschließend einer energetischen Verwertung zugeführt. Der Naturschutz spielt hierbei eine große Rolle. Auf der frei gewordenen Fläche nahe des Kolonnenwegs legten die Mitarbeiter kleinere Biotope an, die umzäunt sind. Dadurch wird eine "Verwüstung" durch Wildschweine verhindert. Dieser mit einem Tümpel versehene Bereich sei optimal für die Kreuzkröte. Erst vergangenes Jahr hat der BUND in diesem Bereich den eisenfarbenen Samtfalter wiederentdeckt, welcher zu den am stärksten bedrohten Tagfaltern in Deutschland gehört. Aber auch Tierarten wie Ziegenmelker, Heidelerche, Zauneidechse und Schlingnatter möchten die Verantwortlichen des vom Bundesumweltministerium geförderten Projekts neuen Lebensraum bieten.