Osterburg (nim) l Ab dem 1. Mai soll der Hort an der Osterburger Grundschule nicht mehr wie bisher um 12.10 Uhr öffnen. Geplant ist, dass die Hortmitarbeiter um 13.20 Uhr und damit erst nach Schulschluss mit der Betreuung beginnen.

Mit dieser Regelung, die mit dem Jugendamt des Landkreises, Schul- und Hortleiterin, den Vorsitzenden der Elternkuratorien und Bürgermeister Nico Schulz abgesprochen sei, erhofft sich die Kommune das Ende der gegenwärtig bestehenden Parallel-Betreuung. Denn zwischen 12 Uhr und dem Schlussklingeln der sechsten Unterrichtsstunde kümmern sich städtische Erzieher um Hortkinder, zeitgleich werden andere Mädchen und Jungen von Lehrern und pädagogischen Kräften der Schule betreut. Diese Regelung, die aus einer Zeit herrührte, als der Hort im heutigen Verwaltungsgebäude der Schule seinen Standort hatte und dort auch eine eigene Mittagsversorgung anbot, verlor ihren Sinn mit dem Umzug des Hortes in den Altbau der Grundschule. Fast folgerichtig führte der im gleichen Objekt bestehende "Parallelbetrieb" auch zu Kompetenzproblemen zwischen Schul- und Hortleitung. Die Veränderung der Hort-Öffnungszeit soll nicht nur dieses Problem lösen. Sondern auch zu einer klaren Regelung der Raumnutzung führen. Da der Schulbetrieb um 13.20 Uhr beendet ist, stehen den Kindern mit Hortbeginn sämtliche Unterrichtsräume in der ersten Etage für die Erledigung von Hausaufgaben zur Verfügung. Zudem können sie auf sämtliche Räume im Erdgeschoss zurückgreifen. Damit soll der Hort über genügend räumliche Ressourcen verfügen. Auch mit Blick auf den Sommer. Zum 31. Juli schließt das DRK seinen Hort in der Kindereinrichtung "Sonnenschein", dann könnte sich die Zahl der im Grundschulhort betreuten Mädchen und Jungen von aktuell 58 auf etwa 110 erhöhen.

Der Sozialausschuss folgte am Mittwoch der Verwaltungs-Empfehlung. Bei einer Gegenstimme votierte das Gremium mehrheitlich dafür, den Hortbeginn auf 13.20 Uhr zu verlagern.