Osterburg l Eine erfolgreiche Bilanz zog der Tennisverein "Osterburg 05" in der Jahreshauptversammlung am Freitagabend in der Altmärkischen Kaffeestube. Vereinsvorsitzender Michael Küssner ließ das Vereinslebens und die Wettkampftätigkeit Revue passieren. Speziell 2013. Weil es sich um eine Wahlversammlung handelte, aber auch 2012.

142 Mitglieder sind auch auf Landesebene eine Hausnummer

Man sei mit 142 Mitgliedern nach wie vor der zweitgrößte Tennisverein in der Altmark und gehöre zu den zehn mitgliederstärksten Vereinen im Landesverband. "Der Punktspielbetrieb wurde mit elf gemeldeten Mannschaften auf einem konstant hohen Niveau gehalten, unser Nachwuchs kam zu bemerkenswerten Erfolgen, und finanziell stehen wir auf gesunden Beinen", hob Küssner hervor.

Was das Vereinsleben betreffe, so erinnerte der Vorsitzende unter anderem an die zur Tradition gewordenen Grillabende, die Doppel- und Mixturniere, die Fahrradtour und die Tagesfahrt zum ATP-Turnier an den Hamburger Rothenbaum 2012. "Leider ist es uns im zurückliegenden Jahr nicht gelungen, diesen erfolgreichen Weg fortzusetzen", räumte Küssner ein. "Einige Veranstaltungen wurden nur auf Sparflamme vorbereitet, erreichten nicht die erwünschte Resonanz oder fielen ganz ins Wasser." Alles bedürfe also gründlichster Vorbereitung mit Liebe zum Detail.

Im Wettkampfsport konnten die Herren 40+ nicht ganz, die Senioren 60+ dagegen besser überzeugen. Die Damen kamen mit dem Landesmeistertitel zu einem hervorragenden Ergebnis. "Tolle Erfolge meldete auch unser jüngerer Tennisnachwuchs, der im Mixed U18 die Winterrunde gewann und Mannschaftslandesmeister wurde", berichtete Küssner."In der Sommersaison sicherte sich unsere männliche U-18-Mannschaft mit Robert Lemke und Eric Riedel in der Jugendliga ungeschlagen den Aufstieg in die Oberliga. Neben unserer weiblichen U-18-Mannschaft sind wir erstmals mit zwei U-18- Teams in der höchsten Spielklasse unseres Landes vertreten; im Nachwuchs haben wir abermals zehn Mannschaften im Rennen und bis auf die AK U 10 alle Altersklassen besetzt." Wenn es gelinge, Jahr für Jahr neue Mitglieder und weitere Trainer zu gewinnen, könne man Neueinsteiger nach und nach an den Wettkampfsport heranführen und die Vielzahl der Mannschaften im Punktspielbetrieb aufrechterhalten. Derzeit verfüge der Verein über sieben lizenzierte Trainer.

Zwar biete die Fünf-Platz-Anlage an der Bleiche beste Voraussetzungen für den Wettkampf- und den Hobby-Sport, doch müssen die Anlagen auch in Schuss gehalten werden. Das vergangene Jahr habe mit einem langen Winter und nassen Frühjahr den Tennisfreunden viel Geduld und Arbeit abverlangt. Beim Hochwasser im Juni waren die Osterburger glimpflich davon gekommen. Im Jahr 2012, nachdem die Arbeitsagentur die Unterstützung mit Arbeitskräften im grünen Bereich versagt hatte, beschloss der Verein, für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahre Pflichtarbeitsstunden einzuführen. 2013 lief auch die Stelle des Bundesfreiwilligendienstlers aus.

Erst einmal Rücklagen für neue Investitionen ansparen

In den zurückliegenden beiden Jahren hat der Verein rund 15000Euro investiert. Unter anderem in den Bau einer neuen Pumpenstation mit Wasserspeicher, in die Errichtung einer Zuschauertribüne auf Platz zwei, in einen Zaun und in Metalltüren auf den Plätzen vier und fünf sowie in die Anschaffung einer Ballmaschine. In diesem Jahr werde man auf Investitionen verzichten, um Rücklagen anzusparen.

In den nächsten Jahren würden höhere Kosten als bisher auf den Verein zukommen, prophezeite Küssner, und erwähnte zum Beispiel eine Platzsanierung. In einer der nächsten Versammlungen werde man auch eine moderate Erhöhung der Mitgliedsbeiträge, die im Vergleich zu anderen Vereinen im Land die niedrigsten seien, diskutieren müssen.

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