Seehausen l Über die Arbeiten an der Lütkemüller-Orgel von St. Petri in Seehausen, speziell im Prospektbereich, wurde in der Presse schon berichtet. Nun sind die 107 klingenden und 56 stummen Pfeifen ausgebaut.

Sie stammen aus dem Jahre 1917. Damals wurden die Originalpfeifen aus Englisch-Zinn für Rüstungszwecke ausgebaut und durch Zinkpfeifen ersetzt. Orgelbauer bezeichnen diese Zinkpfeifen als Dachrinnen. Bis zum September sollen nun diese durch Pfeifen aus Zinn ersetzt werden, die in Einzelanfertigung entstehen. Am 13. und 14. September werden sie in voller Schönheit für die Allgemeinheit zu sehen und in perfekter Klangfülle bei einem Konzert mit Barry Jordan im Festgottesdienst bei einer Bachkantate zu hören sein.

Bis es soweit ist, kann sich jeder an der Restaurierung finanziell beteiligen. Für eine Spende von 50 bis 1000 Euro kann eine der ausgebauten Pfeifen erworben werden. Wer von den Spendern es möchte, der kann seinen Namen auf der Rückseite der Zinnpfeifen eingravieren lassen. Die Kirchengemeinde und der Kantor Friedemann Nitsch hoffen auf eine rege Spendentätigkeit.

Neue Zinnpfeife schafft sich Verein an

Für eine Spende in Höhe von 500 Euro finanziert der St. Petri-Förderverein eine acht Fuß hohe Zinnpfeife aus dem Prospektfeld 25 und dem Ton a. Die bis dato Vorsitzende, Silvia Schlißke, und Kassenwart Ingo Stein übergaben jüngst den symbolischen Scheck an Ellen Rosik, die die Verbindung zwischen Verein und Gemeindekirchenrat aufrecht hält.