In allen Orten der Gemeinde Aland sehen die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses Investitionsbedarf. Sie befassten sich am Mittwochabend in Krüden mit der Haushaltsvorbereitung.

Krüden l Auf die vielen Exponate aus teilweise Uromas Zeiten, die in der Krüdener Heimatstube ihren festen Platz gefunden haben, ist Bürgermeister Hans Hildebrandt stolz. Die Gemeinde Aland möchte den oberen Bereich des Krüdener Gemeindezentrums, zu dem auch eine eingerichtete Wohnstube mit Mobiliar aus den 60er und 70er Jahren zählt, aufwerten.

"Wir wollen die Renovierungsarbeiten weiter führen", sagt der Bürgermeister der Gemeinde Aland. Das betrifft einerseits den Fußboden der Heimatstube. Der dort ausgelegte Teppich soll Holzdielen weichen. Andererseits hat die Gemeinde vor, mit einer weiteren Einrichtung den "Wohn-Bereich" zu erweitern. Ein bisher kaum genutzter Raum soll sich in eine Küche verwandeln. Allerdings kommt natürlich keine moderne in Frage. Vielmehr zeigt die geplante das Bild eine Küche aus den 60er Jahren, die sich damit hervorragend in das Areal mit der benachbarten Wohnstube aus der selben Epoche einfügt.

Neubaublock wird aufgewertet

Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Aland brachten ihre Vorstellungen zu Papier. Sie möchten weitere Projekte anschieben. Allerdings sei es auch vorstellbar, dass nicht alle Wünsche im Etat für das laufende Jahr berücksichtigt werden können, da der finanzielle Spielraum eingeschränkt ist. Einig waren sich die Kommunalpolitiker, dass die Haushalts-Überhänge und damit die nicht realisierten Vorhaben des Vorjahres abgearbeitet werden sollen: Am Neubaublock in Aulosen sollen Fassade und Dach erneuert werden; die Kapelle auf dem Friedhof in Wanzer soll ebenfalls auf Vordermann gebracht werden und das Spielgelände in Krüden eingezäunt werden.

Eine weitere Maßnahme kommt dem Tourismus zugute. Abseits der L 2 plant die Gemeinde Aland einen Verbindungsweg zwischen den Nachbarorten Wanzer und Aulosen, da der zunehmende Verkehr ein hohes Risiko für die Radler darstelle. Dafür wurde das Projekt "Radlerfähre Aulosen-Wanzer" aus der Taufe gehoben. Der vorhandene Weg, der jedoch verwildert sei, führt inmitten der Natur über den sogenannten Schulsee. Eine selbstbedienbare Fähre mit Zug- und Führungsseil soll die Radfahrer und Fußgänger sicher über das Flachgewässer bringen; 32 Meter sind dort zu überwinden.

Fäll-Aktion im Storchendorf

Im Storchendorf Wahrenberg, wo in diesem Jahr schon der erste Adebar eingetroffen ist, wurde in dieser Woche damit begonnen, die an der Hauptstraße stehenden Linden zu fällen. "Sie sind hohl", informierte Hildebrandt auf der Sitzung am Mittwochabend. Die Anwohner hätten sich für die Fäll-Aktion ausgesprochen, um damit die Gefahr zu bannen. Apropos Bäume: Der pflegende Rückschnitt ist gleich in mehreren Orten der Gemeinde geplant. Unter anderem in Vielbaum sowie auf den Friedhofsanlagen in Pollitz und Scharpenhufe.

Zu den Investitionen, die die Gemeinde Aland in diesem Jahr tätigen will, zählen Instandsetzungsarbeiten auf allen Spielplätzen der Gemeinde. Desweiteren stellt der Bürgermeister Holzbänke und Sitzgruppen für alle Orte in Aussicht.