Osterburg (nim) l In wenigen Wochen verändert sich die Öffnungszeit des kommunalen Hortes an der Osterburger Grundschule. Der Stadtrat sprach sich am Donnerstag dafür aus, den Hort ab dem 1. Mai um 13.20 Uhr zu öffnen. Bislang beginnt die Betreuung der Kinder bereits um 12.10 Uhr.

Mit dieser Veränderung erhofft sich die Kommune unter anderem klare Regelungen bei der Raumnutzung. Wenn um 13.20 Uhr der Unterrichtsbetrieb an der Bildungsstätte beendet ist, sollen den Hortkindern die Klassenräume (für das Erledigen der Hausaufgaben) und ein Spielzimmer in der ersten Etage sowie sämtliche Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Grundschul-Altbaus uneingeschränkt zur Verfügung stehen.

Zudem will die Einheitsgemeinde einen Schlussstrich unter die aktuell bestehende Doppelbetreuung ziehen. Denn zwischen 12 Uhr und dem Ende der sechsten Unterrichtsstunde kümmern sich gegenwärtig die städtischen Erzieher um die Hortkinder, andere Mädchen und Jungen werden von Lehrern und pädagogischen Mitarbeitern der Bildungsstätte betreut. Dieser "Parallelbetrieb" soll in der Vergangenheit auch zu Kompetenzproblemen zwischen Schule und Hort geführt haben.

Aussagen, die aus der Grundschule stammen sollen, sorgten am Donnerstag im Stadtrat für Stirnrunzeln. Jana Strutz, Elternratsvorsitzende an der Grundschule und stellvertretende Elternratsvorsitzende im Hort, brachte die Nachricht mit, dass sich die Grundschule nicht in der Lage sehe, die Betreuung aller Kinder bis zum Hortbeginn um 13.20 Uhr sicherzustellen. Eine Maßnahme mit zwei pädagogischen Mitarbeiterinnen laufe zum 31. März aus, damit würden zwei Kräfte weniger zur Betreuung zur Verfügung stehen. Außerdem könnten die Lehrer keine weiteren Überstunden machen.

Bürgermeister Nico Schulz reagierte verärgert. "Unsere Grundschule in Osterburg ist eine Schule mit verlässlichen Öffnungszeiten. Sie ist deshalb in der Pflicht, die Betreuung der Kinder bis um 13.20 Uhr sicherzustellen", forderte er ein. Diese Ansicht teilten viele Stadträte. Die Veränderung der Öffnungszeiten des kommunalen Hortes an der Grundschule wurde mit großer Mehrheit beschlossen.