Osterburgs Christdemokraten rüsten sich für die Kommunalwahl. Am Dienstag entschieden sie, wer auf der CDU-Liste für den Stadtrat und die Ortsgremien kandidiert. Zudem stellte der Ortsverband inhaltliche Weichen.

Osterburg l Matthias Köberle beendete das CDU-Treffen am späten Dienstagabend mit einem zufriedenen Lächeln. Sämtliche Personal-Entscheidungen hatten die Christdemokraten zuvor reibungslos abgearbeitet. Und mit Blick auf die nun bestätigte Kandidatenriege zeigte sich der Ortsverbandschef überzeugt, "dass wir sehr gut aufgestellt sind." Köberle und CDU-Stadtratsfraktionschef Michael Handtke machten diese Einschätzung zusätzlich an dem ausgewogenen Stadt-/Land-Verhältnis bei den Bewerbern fest. Zwölf Kandidaten wohnen in Osterburg, die übrigen 13 Frauen und Männer haben ihr Zuhause in den Dörfern der Einheitsgemeinde.

Ein austariertes Verhältnis zwischen Kernstadt und Umland spielte offenbar auch bei der Erarbeitung der Schwerpunktthemen eine wichtige Rolle. Unter der Überschrift "Hierfür stehen wir" kündigen die CDU-Kandidaten an, Aktivitäten der Vereine in allen Ortschaften unterstützen wollen. Brauchtum und Traditionen sollen gefördert werden, die Rats-Bewerber treten außerdem für den Erhalt, den Ausbau und die Stärkung der Ortswehren und der Dorfgemeinschaftshäuser ein.

Mit dem Anliegen, attraktive Lern-, Arbeits- und Wohlfühlbedingungen für junge Familien zu schaffen, will die CDU positiven Einfluss auf die demografische Entwicklung nehmen. Sie behält aber auch im Blick, dass das Durchschnittsalter der Bevölkerung weiter ansteigen dürfte. Die Infrastruktur sei an künftige Bedürfnisse anzupassen, lautet daher eine Forderung.

Ein Bekenntnis gibt es zur Umsetzung der Prioritätenliste für alle Ortschaften, zur unterstützenden Begleitung des A 14-Baus inklusive der Schaffung von Voraussetzungen für die Ansiedlung von Industrie und Gewerbe, zur Entwicklung von modernen Energiekonzepten und zu einem naturnahen Tourismuskonzept.

Die Themen Kinder, Bildung und Kultur finden sich unter anderem in der Positionierung für den Erhalt und die schrittweise Erneuerung der Tagesstätten und Schulen wieder. Zudem seien in Kitas und Hort familien- und kindgerechte Öffnungszeiten zu sichern.

Und: Die Einheitsgemeinde soll weiter zusammenwachsen. Die CDU-Kandidaten wollen dazu beitragen, dass im gesamten Osterburger Territorium ein "Wir"-Gefühl gelebt wird.