Seehausen (hsc) l Am Freitag führte der Seehäuser Kleingartenverein "Am Ess" seine Jahresversammlung im "Bierbaum" der Gaststätte Henkel durch. Die Teilnahme der Mitglieder war so groß, dass noch Tische und Stühle herbeigeschafft werden mussten. Fast ein Drittel der 160 Mitglieder nahm teil. Nach der Begrüßung bat Versammlungsleiter Harald Tietz um eine Gedenkminute für die im Berichtszeitraum verstorbenen Mitglieder.

Den Rechenschaftsbericht des Vorstandes gab Vorsitzender Thomas Wolf. Darin kritisierte er vor allem die teils schon jahrelange schlechte Zahlungsmoral einiger Mitglieder in Bezug auf Pacht und Strom. Noch in diesem Jahr sind durchweg entsprechende Kontrollen und Maßnahmen angekündigt.

Ordnung und Sauberkeit

Als großes Problem sieht der Vorstand die stärker werdende Unordnung und Unsauberkeit in der Anlage. Es könne nicht sein, dass in den ungenutzten sieben Gärten immer wieder Schmutz und Müll abgelagert werden. Auch mit der Auslastung einiger Gärten sind die Vorstandsmitglieder nicht einverstanden. "Wir sind ein Gartenverein und kein Campingplatz!" Schließlich würde der Verein dem Bundeskleingartengesetz unterliegen, das besagt, dass zumindest ein Drittel der Gartengröße mit Obst und Gemüse bestellt sein müsse. "Wer das nicht verstehen will, muss sich woanders ein Freizeitgrundstück suchen".

Wolf fand aber auch lobende Worte in der Jahresversammlung: "Am jüngsten Arbeitseinsatz nahmen neunzehn Mitglieder teil. Dabei wurden Hecken und Bäume beschnitten sowie in zwei ungenutzten Gärten aufgeräumt. Dafür meinen besonderen Dank - auch an Manfred Pioch, der dem Verein einen Freischneider überließ.

7000 Euro Außenstände

Harte Worte fand Sven Marks bei seinem Kassenbericht. Einnahmen von fast 7000Euro - einschließlich des verloren gehenden Kriechstroms - würden zurzeit noch fehlen, um einen Ausgleich zu erzielen. Es könne nicht sein, dass der Vorstand wegen der unmöglichen Zahlungsmoral einiger Mitglieder immer wieder vorschießen müsse, um anstehende Rechnungen zu begleichen. "Damit darf sich der Vorstand künftig nicht mehr zufrieden geben!"

Revisionsmitglieder Edelgard Korbaniak und Marion Kortz hatten zuvor die Kasse überprüft und keine Mängel festgestellt.

In der angeregten Diskussion sprachen die Mitglieder vor allem darüber, wie sich die einst fast als "Vorzeige" geltende Anlage wieder etablieren könnte. Für den Abschluss hatte der Vorstand ein schmackhaftes Essen organisiert.

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