32 Einsatzkräfte aus den Feuerwehren Rochau, Schartau, Klein Schwechten, Häsewig und Ziegenhagen probten am Sonnabend den Ernstfall. Das Szenario: Die Rochauer Mehrzweckhalle brennt, zwei Vermisste müssen gerettet werden.

Rochau l Die Mehrzweckhalle in Rochau brennt, Zwei Personen werden im Gebäude vermisst. Gegen 8 Uhr rücken die Kameraden der Rochauer Wehr sowie aus den Ortsteilen an. Vor Ort werden den Kameraden rasch Aufgaben zugeteilt. Die Rettungsaktion beginnt.

Der Einsatz am Sonnabendmorgen ist kein Ernstfall. Die Freiwillige Feuerwehr Rochau samt den Feuerwehren aus den Rochauer Ortsteilen absolvieren ihre jährliche Übung. Während sich die Atemschutzgeräteträger darauf vorbereiten, in die mit Rauch gefüllte Halle vorzudringen und nach kurzer Zeit mit den beiden Vermissten zurückkehren, beginnen weitere Einsatzkräfte, die Löschwasserversorgung zu gewährleisten. Dazu legten sie eine 900 Meter lange Strecke vom Teich zum Einsatzort. "Das kostet wertvolle Zeit. Wir brauchen dringend einen zentralen Löschwasserbrunnen", erklärt Wehrleiter Andreas Quast. Eindringlich erklärt er: "Wir haben zu wenig Wasser hier. Wenn man bedenkt, dass sich neben der Mehrzweckhalle gleich die Schule und die Kindertagesstätte befinden, muss dagegen dringend etwas unternommen werden." Die Einsatzübung mache dies deutlich.

Zusammenspiel der Feuerwehren fördern

Auf die Zeit guckte Andreas Quast bei der Übung nicht. "Ziel ist, das Zusammenspiel der Wehren zu fördern", berichtet er. An den Wochentagen ist die Rochauer Wehr tagsüber nicht einsatzbereit. Im Ernstfall rücken aus den umliegenden Wehren jeweils wenige Kameraden an. Dass der Rettungseinsatz dann reibungslos und zügig abläuft, dazu soll die Übung beitragen. Mit dem Ergebnis ist der Wehrleiter zufrieden. Dass eine Tragkraftspritze während des Übungseinsatzes ausfiel, bewertet Quast als nicht unbedingt als dramatisch: "Solche Sachen passieren in echten Einsätzen auch, dann müssen die Kameraden einen kühlen Kopf bewahren und rasch Lösungen finden."

Im Anschluss an die Übung gab es Broiler für alle. "Das ist ein Beitag zum 85-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Rochau für die Kameraden", erklärte Quast. Beim Dorffest im Juni wird sich die Wehr aus diesem Anlass ebenfalls einbringen. Auf dem Plan steht für die Kameraden voraussichtlich die Ausrichtung eines Spaßwettkampfes.

 

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