Der aus 62 Jägern bestehende Hegering Königsmark, der größte der Kreisjägerschaft Osterburg, zog Bilanz und zeigte seine Trophäen.

Wolterslage l Mit einer Trophäenschau bei Menners in der Landhausstube krönten die Mitglieder des Hegerings Königsmark ihr Jagdjahr 2013. Den Bericht in der Mitgliederversammlung, die die Wischebläser mit der musikalischen Begrüßung "Sammeln der Jäger" zünftig eingeleitet hatten, gab Hegeringsleiter Sven Laaß aus Dobbrun. Zum Hegering, dem größten der Kreisjägerschaft Osterburg, gehören Pächtergemeinschaften in den Revieren Königsmark, Walsleben, Rengerslage, Wolterslage, Iden, Meseberg und Calberwisch, neuerdings auch Dobbrun.

Per Beschluss der Mitgliederversammlung wurden die Dobbruner Weidgenossen Sven Laaß, Cornelia Matzat, Oliver Colmsee und Manfred Zacharias in den Hegering aufgenommen, außerdem die Jungjäger Carmen und Eike-Michael Kriegelsteiner aus Gethlingen sowie Renate Klingbiel aus Goldbeck. "Die Pächtergemeinschaft Dobbrun, die bisher in den Hegering Dequede auf der Höhe integriert war und bereits bis kurz nach der Wende zur damaligen Jagdgesellschaft Königsmark gehörte, hatte um Aufnahme ersucht, weil Dobbrun ein Wischedorf ist und sich einfach hier dazu gehörig fühlt", begründete Laaß den Antrag.

Damit zählt der Hegering nun 62 Mitglieder, die in den Pächtergemeinschaften insgesamt eine Fläche von rund 7180 Hektar bejagen. "Vorwiegend strecken wir Rehwild, Schwarzwild und Damwild", äußerte Laaß gegenüber der Volksstimme. "Wir haben auch sehr gute Niederwildbestände wie Hasen und Fasane in den Revieren.

Sven Laaß nimmt Wanderpokal entgegen

Mitunter kommt Rotwild als Durchzieher in der Maisernte vor. Wir haben es daneben sehr viel mit Neozoen, das heißt ,Neubürger´ wie Waschbär, Marderhund, Mink und Nutria, zu tun."

Unter den rund 100 Trophäen, nach den "Streckenberichten" der einzelnen Pächtergemeinschaften vom Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Dieter Smyrek bewertet, erregten Keilerwaffen besondere Aufmerksamkeit. Sie stammen von einem fünf Jahre alten und 105 Kilo schweren Keiler, den Dennis Reichstein im vergangenen Oktober während der Maiszeit im Revier Königsmark gestreckt hatte. "Wir haben diesmal mehr in die obere Altersklasse eingegriffen als noch im Jahr zuvor", schätzte Smyrek ein.

Kurz hatte Laaß das vergangene Jagdjahr Revue passieren lassen. Den Wanderpokal vom Hegering Königsmark für den erfolgreichsten Weidgenossen hatte er selbst errungen, gefolgt von Tino Schubert, Hegering Tannenkrug, und Eckhard Schunk, Hegering Königsmark. Die revierübergreifende Fuchsjagd am 18. Januar vorigen Jahres sei mit 50 Jägern wieder sehr erfolgreich gewesen. Die Strecke betrug fünf Füchse, fünf Waschbären, fünf Marderhunde und zwei Dachse. Der Wanderpokal ging an Oliver Peipe aus Rathenow.

"Wir haben den Wolf in der Altmark", informierte Dieter Smyrek die Jäger. "Ein Wolfsriss bei einem Reh war unlängst bei Groß Garz festgestellt worden; Verluste gibt es auch bei Muffelwild. Ein Wolfsrudel verbreitet sich aus dem Raum Gartow zu uns. Im Winter wurden auch im Raum Höwisch Wölfe gesichtet. Aber wir werden erst mal den Finger gerade lassen." Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft nahm auch zu anderen Themen Stellung, unter anderem zum Verwenden von bleifreier Munition, zur Sanierung des Jagdschulungszentrums Barsberge und zum Problem Trichinen bei Schwarzwild.