Behrendorf (apu) l Auf ein ereignisreiches Jahr 2013 blickte Johannes Schäfer, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Behrendorf, in seinem Rechenschaftsbericht anlässlich der Jahreshauptversammlung zurück, zu der sich die Kameradinnen und Kameraden kürzlich im Dorfgemeinschaftshaus trafen. Zu den Gästen gehörten Bürgermeister Jochen Hufschmidt, VG-Bürgermeister Eike Trumpf und der stellvertretende Verbandsgemeindewehrleiter Michael Nix.

Eingangs der Sitzung gedachten die zahlreichen Anwesenden des im vergangenen Jahr verstorbenen Kameraden Armin Kelbert. Wie der Wehrleiter in seinem umfangreichen Bericht erläuterte, hat es in der Feuerwehr Behrendorf eine positive personelle Entwicklung gegeben. Seit 2009 ist die Anzahl der Mitglieder kontinuierlich von 30 auf nunmehr 41 gestiegen - 30 Männer und elf Frauen. Der Alters- und Ehrenabteilung gehören derzeit vier Kameraden an.

Die Zahl der Einsätze der Behrendorfer Kameraden im vergangenen Jahr war außergewöhnlich hoch. Insgesamt elfmal war das Brandbekämpferteam angefordert worden. In den allermeisten Fällen hieß es: "Ausrücken zur technischen Hilfeleistung". Los ging es im Mai mit dem Spritzen gegen den Forstschädling Eichenprozessionsspinner.

Behrendorfer halfen beim Bau eines Behelfsdamms in Jederitz

Die ganze Kraft der Behrendorfer Kameraden war im Zuge des Elbehochwassers gefragt. Am 8. Juni ging es zum Fähranleger Sandauerholz und einen Tag später an den Deich nach Berge. Am 11. Juni wurden die Behrendorfer Blauröcke zum Deich nach Osterholz und zum Schutz des Generatorhäuschens in Räbel gerufen. Am 20. Juni halfen sie beim Bau eines Behelfsdammes in Jederitz (bei Havelberg) mit.

Im Juli war die Behrendorfer Wehr zudem nach einem Verkehrsunfall im eigenen Dorf (an der Kreuzung Berge) gefragt. Der einzige Löscheinsatz, zu dem die Kameraden um Wehrleiter Schäfer 2013 gerufen worden waren, war im Oktober ein Scheunenbrand zwischen Werben und Räbel.

Auch in Sachen Aus- und Weiterbildung, so der Wehrleiter, sei es 2013 weiter vorangegangen. Jeweils ein Kamerad absolvierte auf kreislicher Ebene die Sprechfunker-, die Truppführer-, die Atemschutzgeräteträger- und die technische Hilfeleistungsausbildung. Je zwei Kameraden ließen sich zu Maschinisten für Löschfahrzeuge sowie zu Kampfrichtern ausbilden. Ein weiterer Brandbekämpfer absolvierte in Heyrothsberge einen Lehrgang zur Einsatzplanung und Einsatzvorbereitung. Besonderes Augenmerk wurde auf das Training für die Atemschutzgeräteträger gelegt. Insgesamt 92 Ausbildungsstunden absolvierten die Behrendorfer Kameraden im Rahmen von Dienstabenden und Standortausbildungen. Fast durchweg positiv fielen im Anschluss an die Ausführungen des Wehrleiters auch die Berichte des Gerätewartes, des Wettkampfwartes und des Jugendwartes aus. Mit guten Erfolgen schnitten die Behrendorfer bei den Feuerwehrausscheiden auf Verbandsgemeinde- und Kreisbene ab. Die Jugendfeuerwehr zählt derzeit sechs Mitglieder.

Breiten Raum nahm der Tagesordnungspunkt "Beförderungen und Ehrungen" ein. Unter anderem hatte Eike Trumpf 38 Fluthelfernadeln zu vergeben.