Gladigau l Vor wenigen Tagen ist die 12. Spielzeit des Dorftheaters Gladigau zu Ende gegangen, und wieder war es ein großer Erfolg für das kleine Ensemble. Nicht nur die Darsteller können sich mit Recht "auf die Schultern" klopfen, sondern das gesamte Team. Es hat dafür gesorgt, dass sich die Zuschauer in den 18 Aufführungen von "Noot maakt erfinderisch" bestens unterhalten fühlten.

"Die letzte Aufführung hatte Gänsehaut-Charakter, denn das gesamte Publikum erhob sich begeistert von den Plätzen und hörte nicht auf zu applaudieren. Es gab mehrere Vorhänge, einigen Akteuren hatten Tränen der Rührung in den Augen. Und im Zuschauerraum spürte auch der eine oder andere, dass er Zeuge eines besonderen Moments geworden war", erklärte Pressesprecher Norbert Lazay und fügte hinzu: "Dieses Stück hat die gesamte Crew stark gefordert. Beispielsweise stand Mario Bannehr nicht nur als Zauberer auf der Bühne, er wirkte außerdem noch kräftig im Technik-Team mit. Auch die intensiven Probenabende von Regisseur Goswin Moniac mit den Darstellern, die sich über ein halbes Jahr hinzogen, möchte ich an dieser Stelle hervorheben. Sogar Mitglieder, die nicht mehr in Gladigau wohnen, haben uns aktiv unterstützt, wie unter anderem Dörte Roloff, die sich von Hannover aus um die Gestaltung und den Druck der Eintrittskarten gekümmert hat. Kurz gesagt, das Dorftheater Gladigau konnte in dieser Spielzeit erneut unter Beweis stellen, das es eine sehr gut eingespielte Truppe ist."

Des Lobes voll ist auch Regisseur Goswin Moniac, der mit Stolz erklärte, dass sich die lange und intensive Probenarbeit sehr gelohnt hat. Sein Fazit: "Alle sieben Darsteller haben im Laufe dieser Spielzeit eine beachtliche Entwicklung genommen. Sie spielten sich von Aufführung zu Aufführung immer mehr frei, wurden lockerer und überzeugten mit ihren Figuren - eine erstaunliche Leistung für Laien-Darsteller. Den Leuten von der Technik möchte ich ebenfalls Dank und Anerkennung aussprechen, denn dieses Stück mit seinen pyrotechnischen Effekten war eine große Herausforderung für sie, die das Team aber bestens gemeistert hat."

Lazay übernimmt Regie für kommende Spielzeit

Bewährt hat sich außerdem die Neuregelung am Tag des Ticketverkaufs, die auch im kommenden Jahr beibehalten werden soll.Dann wird wiederum ein Dorftheater-Mitglied die Begrüßung der Kartenkäufer übernehmen, die Reihenfolge notieren und Nummern vergeben, sodass die Theaterfreunde dann nach einander ohne Hektik ihre Tickets für die jeweilige Aufführung kaufen können. Alle Plätze im Saal werden wieder mit Nummern versehen sein, sodass die Theaterfreunde die Sicherheit haben, dass ihr gewünschter Stuhl auch noch frei ist, selbst wenn sie erst eine Viertelstunde vor Beginn des Stücks eintreffen. Dass es den Zuschauern in Gladigau gut gefällt, dafür spricht die Tatsache, dass 75 der 90 Gäste pro Aufführung im Anschluss noch geblieben sind, um in der Gaststätte zu essen.

"Inzwischen ist die Bühne abgebaut, Technik, Dekoration und Requisiten sind verstaut. Das klappte ebenfalls problemlos, weil viele Hände zugepackt haben. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken, und ich möchte im Namen des Vorstands allen Sponsoren Dank sagen, die uns seit Jahren unterstützen. Ohne ihre Hilfe und ohne die ehrenamtliche Arbeit vieler Theaterbegeisterter wäre das, was wir hier machen, nicht möglich", betont Horst Bannehr.

Pressesprecher Lazay ergänzt: "Wir haben uns sehr gefreut, dass bei der diesjährigen Premiere noch mehr Gäste aus Politik und Wirtschaft anwesend waren, darunter Bundestags- und Landtagsabgeordnete und zahlreiche Bürgermeister aus verschiedenen Orten. Das werten wir als Anzeichen dafür, dass sich das Dorftheater Gladigau immer mehr zu einem gesellschaftlichen Höhepunkt entwickelt, der gleichzeitig auch ein beliebter Ort der kulturellen Begegnungen und Kommunikation ist."

Zum Abschluss verrät Norbert Lazay noch, dass in diesen Tagen bereits nach dem nächsten Stück gesucht und dass er die Regie für die kommende Spielzeit übernehmen wird. Die Premiere ist für den 28.Februar 2015 geplant, die letzte Aufführung soll am 22.März über die Bühne gehen