Die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Osterburg zogen am Sonnabend traditionsgemäß in der Gaststätte Müller in Boock Bilanz. Und das Fazit fiel äußerst positiv aus.

Boock/Osterburg l Gute Erlöse beim Holzverkauf, ein stabiler Beitragssatz und die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Zuschüssen für waldbauliche Maßnahmen lassen die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Osterburg optimistisch in die Zukunft schauen.

Deren Geschäftsführer Hans-Jürgen Ahrend, der zu Beginn der Jahreshauptversammlung den Vorsitzenden Theo Allering zu seinem 64. Geburtstag mit einem Blumenstrauß überraschte, begrüßte am Sonnabendnachmittag rund 100 Waldeigentümer im Saal der Gaststätte in Boock und konfrontierte die Anwesenden mit den Zahlen des 2013er Geschäftsjahres. Im Durchschnitt erzielten die Mitglieder der insgesamt zweitgrößten Forstbetriebsgemeinschaft des Landes Sachsen-Anhalts beim Verkauf des Holzes einen Preis von 37,90 Euro je Festmeter. Katja Döge, Leiterin des Betreuungsforstamtes Nordöstliche Altmark, bestätigte den derzeit beachtlichen Preis auf dem Markt. "Wir haben ein hervorragendes Holz-Preis-Niveau." Für Eichen-Stammholz der Güteklasse C werden aktuell etwa 100 Euro je Festmeter ausgezahlt. "Die Nachfrage ist ungebrochen. Diese können wir bei uns im Forstamt mit einem Eichen-Anteil von zwölf Prozent nicht decken. Speziell sind es Stiel- und Traubeneichen, die begehrt sind", informierte Döge, die die Waldbauern für ihre Maßnahmen in die Waldpflege (rund 28 Hektar wurden erneuert) lobte. "Das ist ein sehr, sehr gutes Ergebnis."

"Ich wünsche mir, dass wir den Beitrag in den nächsten eins, zwei oder drei Jahren so belassen können", hofft Geschäftsführer Ahrend, der die identische Gebühr der Vorjahre als Vorschlag in die Runde einbrachte: Der Beitrag von zehn Euro je Hektar wurde einstimmig beschlossen. "Wir haben eine gesunde finanzielle Grundlage", meinte der Geschäftsführer, der sich auch über den positiven Jahresabschluss der Forstbetriebsgemeinschaft freute. Als Motivation, damit sich jeder Eigentümer den Schäden auf seinem Grund und Boden widmet, werden künftig Zuschüsse gewährt. Die Revierförster stehen natürlich als Berater hilfreich zur Seite, wie Ahrend die Anwesenden informierte, die mit großer Mehrheit für diesen Vorschlag votierten.

Respekt vor dem Kiefernspinner

Der Erwerb des Kettensägescheins (30 Euro), das Pflügen (200 Euro je Hektar) und die Anschaffung von Tuben (50 Cent je Stück) werden von Seiten der Forstbetriebsgemeinschaft unterstützt. Die zuletzt genannten Wachstumshülsen für die Pflanzen wendet Vorsitzender Theo Allering für seine Flächen bereits seit drei Jahren an. "Mit großem Erfolg", wie er bestätigte.

Eine "ruhige Situation" vermeldete Katja Döge hinsichtlich der Waldschädlinge im Bereich der FBG Osterburg. Allerdings heißt es für die Verantwortlichen, "weiterhin sehr aufmerksam zu sein." Auf dem Vordermann ist der Kiefernspanner, bemerkt werde er häufiger um den Arendsee. Am meisten Respekt, wie Döge ausführte, hätte das Team des Betreuungsforstamtes jedoch vor dem Kiefernspinner, der auf der niedersächsischen Nachbarseite schon für Kahlfraß an vielen Stellen gesorgt hat.