Das an der Giebelwand des früheren Monsator-Gebäudes geplante Bild könnte nach Ostern konkrete Formen annehmen. Noch steht die Genehmigung vom Landesamt für Denkmalschutz aber aus, wurde am Montagabend im Osterburger Ortschaftsrat deutlich.

Osterburg l Der Stendaler Grafitti-Künstler Michael Braune, der die 65 Quadratmeter große Fläche mit dem Bild eines geöffneten Stadttores schmücken soll, war am Montag bei der Sitzung des Ortschaftsrates dabei. Braune informierte, dass er auf Veranlassung der unteren Denkmalschutzbehörde noch einige Feinheiten am Entwurf geändert habe. So ist das Tor nun in einem vom Landesamt angenommenen historisch korrekteren Backsteinformat abgebildet. Während Braune diese Anregung problemlos in die Tat umsetzte, verspürt der Künstler bei einem zweiten Hinweis größere Bauchschmerzen. Die Denkmalschutzbehörde hat nach Braunes Angaben Schwierigkeiten damit, dass das Bild nicht schon im verklinkerten Sockelbereich beginnt, sondern auf der Wand quasi losgelöst vom Boden darsgestellt wird und somit einen "schwebenden" Eindruck vermittelt.

Denkmalschützer müssen zustimmen

Diese höhere Platzierung sei aber bewusst gewählt, um das Wandbild besser vor Verschmutzungen zu schützen. Zudem würde der Blick auf das Kunstwerk so auch weniger durch vor dem Giebel parkende Fahrzeuge beeinträchtigt, zeigten sich die Osterburger Ortschaftsräte überzeugt.

Wie die Denkmalschützer diese Frage beantworten, steht aber noch nicht fest. "Gegenwärtig ist noch alles in der Schwebe", sagte Braune. Sein Entwurf liege jetzt im Landesamt für Denkmalschutz in Halle vor. Diese Behörde muss grünes Licht signalisieren, bevor der Künstler am Monsator-Gebäude tatsächlich mit seinem Werk beginnen kann. Im Ortschaftsrat zeigte sich der Stendaler zuversichtlich, dass dieser Startschuss in der Woche nach Ostern fällt. Im Verlauf von etwa zwei Wochen (bei entsprechender Witterung) soll dann ein mit leicht abstrakten Elementen und comic-ähnlichen Details versehenes Großbild entstehen, das den Betrachter jenseits des Stadttores zum Blick in ein mittelalterliches Osterburg einlädt. In seinem Werk will Braune nur dezente Farbtöne verwenden, dabei schweben ihm neben Grau vor allem gelbe, erdrote oder braune Farbtöne vor. Auf diese Weise soll am Monsator-Gebäude ein Motiv entstehen, das seinem Betrachter einen ruhigen und warmherzigen Eindruck suggeriert.