Seehausen (rfr) l Anfang März rief die Verbandsgemeinde im Kampf gegen das zunehmende Auftreten des Eichenprozessionsspinners die Bürger auf, befallene Bäume zu melden, um den Organisationsablauf zu optimieren. In der Tat ist der logistische Aufwand bei der Einzelbekämpung vom Boden aus ein anderer als beim flächendeckenden Spritzen geschlossener Waldbestände aus der Luft, wofür indes der Landkreis zuständig ist.

Keine Lücken bei der Bekämpfung zulassen

Vor fünf Wochen hieß es noch, dass die Eigentümer von privaten Flächen mit einer Kostenübernahme von etwa 20 Euro pro Baum rechnen müssten. Das scheint inzwischen vom Tisch zu sein. Auch der Bau- und Ordnungsausschuss der Verbandsgemeinde Seehausen empfahl in seiner jüngsten Sitzung davon abzusehen, entsprechende Rechnungen zu stellen. Denn die Kosten könnten einige Baumbesitzer davon abschrecken, eine Behandlung durchführen zu lassen. Aber die lückenhafte Bekämpfung der Allergien auslösenden Insekten, die als Raupen Nesselhaare abstoßen, wäre höchst kontraproduktiv, so Ausschussvorsitzender Jens Rozynek auf Nachfrage der Volksstimme.

Die Verbandsgemeinde geht angesichts des gemeldeten Befalls derzeit von Behandlungskosten um die 30.000 Euro aus.