Zwei Segnungen in St. Nicolai bestimmten am Ostersonntag den Gottesdienst. Danach suchten die Kinder Ostereier.

Osterburg l Ein echtes Gottesgeschenk wurde am Ostersonntag in der Kirche zu St. Nicolai in Osterburg getauft, denn genau das ist die wörtliche Bedeutung von Theodor. Seine Mutter Theresia ist eine geborene Wichmann und ihrer Heimatstadt Osterburg stets verbunden geblieben, auch wenn sie inzwischen den Berliner René Reichardt geheiratet und dessen Namen angenommen hat. Doch bevor der große Moment für Theodor Frederik kam, erinnerten Pfarrerin Claudia Kuhn und Gemeindepädagogin Karin Diebel an den Osterpsalm. Gemeinsam mit Alexander Behrens spielte Diebel eine Szene aus dem Johannes-Evangelium: Maria stand vor dem Grab und weinte. Dann erschienen zwei Engel an dem Grabe. Ihnen klagte sie vor, sie wisse nicht, wo der Herr hingelegt wurde, und fragte, ob alles umsonst gewesen sei und sie wieder allein mit ihrer Angst bleiben müsse. Die Engel aber sprachen: "Jesus, der lebendiges Wasser hat, ist lebendig."

Das war die perfekte Überleitung zum Taufstein, der seit 1442 die St. Nicolai Kirche schmückt. Mit dem Lied "Wasser ist Leben" leitete die Pfarrerin die Taufe ein. Die Taufpaten Johanna Behrends, Katharina Heinemann und Kirsten Bundfuß hatten eigens dafür Blumenkränze in ihre Haare gesteckt und wünschten ihrem Schützling, dass auch er im Glauben Halt finden möge.

Gesegnete sollen im Glauben Halt finden

So lautete der Taufspruch: "Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit." Den zweiten Segen an diesem Tag sprach Claudia Kuhn der neuen Leiterin des Evangelischen Kindergartens Osterburg aus: Antje Bahlke hatte dort im Januar die Geschicke übernommen. Zeit, sie in ihr Amt einzusegnen. Zur Seite standen ihr in diesem Augenblick wie auch sonst während ihrer Tätigkeit ihre Mitarbeiterinnen. Renate Böhm und Karin Diebel zitierten aus dem 1. Korintherbrief. Claudia Kuhn schloss mit "So unterschiedlich die Aufgaben in der Gemeinde auch sind, so dienen wir doch einem Herrn. Gott schenke dir immer ein Wort, das tröstet und befreit."

Nachdem die Tauf- und Segenskerzen überreicht worden waren und die Nicolaibläser zum letzten Lied angesetzt hatten, hielt es die Kinder nicht mehr auf den Kirchenbänken. Überall im Gotteshaus blitzten Ostergeschenke auf, sogar von der Kanzel. Schnell hatten sie alle Ostergeschenke entdeckt.

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