Auf dem Grundstück Ernst-Thälmann-Straße 19 entsteht eine Tagesstätte für Rentner mit Behinderungen. Bauherr ist die Osterburger Lebenshilfe, die gestern zum Richtfest bat.

Osterburg l Mitte März legten Arbeiter erstmalig Hand an der Baustelle an, nur einen Monat später stehen schon die Ziegel zur Eindeckung des Daches griffbereit. Der Rohbau der Tagesstätte, in der schon in wenigen Monaten im Rentenalter befindliche Menschen mit Behinderungen betreut werden sollen, wurde von den Bauleuten in den zurückliegenden Wochen quasi aus dem Boden gestampft.

Freude über zügigen Bauverlauf

Ihre Freude über die zügige Arbeit zeigte gestern auch Geschäftsführerin Regina Bahlke. Vor den Richtfest-Gästen, darunter Betreute und Mitarbeiter der Lebenshilfe, am Bau beteiligte Handwerker sowie der stellvertretende Einheitsgemeinde-Bürgermeister Detlef Kränzel, Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose und Stadtrats-Sozialausschusschefin Sigrid Fischer vor Ort, äußerte sich Regina Bahlke deshalb zuversichtlich, dass der anvisierte Übergabetermin im September gehalten werden kann.

Mit der neuen Tagesstätte, die unter anderem auch über Gelder aus der "Aktion Mensch" finanziert wird, reagiert die Lebenshilfe auf demografische Entwicklungen. Von Mitarbeitern werden aktuell sieben Rentner betreut. Und die Zahl der Menschen mit Behinderungen, die aufgrund ihres Alters aus dem Berufsleben ausscheiden, steigt in der Perspektive deutlich an. "In den nächsten zehn Jahren trifft das bei uns auf 52 Mitarbeiter zu", sagte Regina Bahlke. Ihnen steht dann ein Gebäude zur Verfügung, dass auf einer Fläche von 170 Quadratmetern Platz für Beschäftigungen, aber auch einen Ruheraum, behindertengerechte sanitäre Einrichtungen und eine kleine Küche bietet. Als Nutzer kommen nicht nur Frauen und Männer aus dem auf dem gleichen Grundstück befindlichen Wohnheim in Betracht, sondern natürlich auch aus den anderen Einrichtungen der Lebenshilfe, merkte Regina Bahlke an. Auf sie wartet neben den Räumlichkeiten im Gebäudeinneren auch eine geräumige Terrasse, die das Objekt quasi mit den Grün- und Freianlagen auf dem rund 4500 Quadratmeter großen Grundstück verbindet. Das geräumige Grün soll auch nicht weiter beschnitten werden. Nachdem sich auf dem Areal schon ein Wohnheim und eine Stätte für intensiv betreutes Wohnen befindet, soll die Tagesstätte in diesem Ensemble den baulichen Schlusspunkt setzen.

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