Sechs Füchse, zwei Marderhunde und zwei Waschbären sind die Ausbeute einer revierübergreifenden Baujagd, die am Sonnabend zum mittlerweile achten Mal bei Königsmark stattfand. An der Jagd waren 38 Waidfrauen und -männer beteiligt.

Königsmark. In den zurückliegenden Jahren war die Strecke der Königsmarker Baujagd stets größer – zwischen 15 und 25 Füchse erlegten die Jäger. In diesem Jahr reichte die Ausbeute bei weitem nicht an die Ergebnisse aus den vorherigen Jahren heran. Das Tauwetter bereitete den Waidfrauen und -männern erhebliche Probleme. "Wenn es taut, sind die Füchse nicht im Bau, sondern draußen", sagte Mitorganisator Helge Reichstein vom Hegering Königsmark. Zudem war die Zahl der Jagdteilnehmer geringer als ursprünglich geplant. "Denn von den 60 angemeldeten Jägern, die aus dem gesamten Bundesgebiet zu unserer Jagd kommen wollten, reisten aufgrund der schlechten Witterung lediglich 38 an", erklärte Helge Reichstein.

Ziel der Pirsch war Raubwild, besonders Füchse, da diese als Hauptüberträger von gefährlichen Krankheiten auf den Menschen gelten. Das Treiben ging nicht ohne Blessuren von sich. Die Hunde, die die Füchse aus ihren Erdhöhlen treiben sollten, hatten eine sehr schwierige Aufgabe. Zwei von ihnen mussten tierärztlich behandelt werden, weil sie von Füchsen geschlagen wurden. Andere Hunde blieben in den Bauen der Füchse stecken und mussten ausgegraben werden, weshalb sich die Auswertung der Jagd verzögerte. Immerhin gelang es den Waidmännern auch in diesem Jahr, letzten Endes alle Hunde zu befreien. Sie blieben damit einer Tradition aus den Vorjahren treu, "denn bei unserer Baujagd ist bislang noch kein Hund auf der Strecke geblieben", erzählte Reichstein.

Auch jüngere Hunde wurden am Sonnabend an die Baujagd herangeführt, um zu prüfen, ob sie für diese Aufgabe geeignet sind. Der Hund von Fritz Mell bestand die Prüfung vor den kritischen Augen von Verbandsrichtern. Helge Reichstein beglückwünschte Mell zu diesem Prüfungserfolg und überreichte dem stolzen Hundeführer eine Falle. Ein Schützenkönig wurde dieses Mal nicht gekürt, "da von den Teilnehmern unserer Baujagd maximal jeweils ein Tier erlegt wurde", erklärte Helge Reichstein.

Abends kamen auch noch Jagdhornbläser zum Einsatz, die unter anderem "Der Fuchs ist tot" bliesen. Danach genossen die Jäger die Gemeinschaft im Königsmarker Feuerwehrgerätehaus.

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