Seehausen (apu). Das Hochwasser des Alands hält weiterhin viele Menschen im Norden des Landkreises Stendal in Atem. Horst Sandmann vom Krisenstab bei der Verbandsgemeinde Seehausen bezeichnet die gegenwärtige Lage als "ernst, aber nicht beunruhigend".

Wie Sandmann informiert, wurde gestern wegen des steigenden Elbepegels das Alandabschlussbauwerk geschlossen. Dafür sind die bislang noch nicht genutzten Polder des Alands geöffnet worden, um das Ansteigen des Flusses zu verlangsamen. Die Lage im Bereich der Baustelle des linken Alanddeiches sei stabil. Dort sorgten viele kompetente Leute vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und der Baufirmen für alle notwendigen, vorbeugenden Maßnahmen. "Ich gehe davon aus, dass die Deiche sicher sind", so Sandmann. Als zusätzliches Problem komme allerdings nunmehr hinzu, dass sich erneut Elbewasser über die Seege bis ins Zehrengrabengebiet zurückstaut. Es sei nicht auszuschließen, dass eine ähnliche Situation wie schon 2006 entstehe. Der Aufruf an die Bevölkerung zur Unterstützung der Einsatzkräfte sei auf eine erfreuliche Resonanz gestoßen. "Viele Menschen haben sich gemeldet, um Sandsäcke mit zu befüllen und auszulegen oder auch Deichwachen zu übernehmen – auch außerhalb ihrer eigenen Wohnorte. Wir wissen das zu schätzen", unterstreicht der Ordnungsamtsmitarbeiter, der sich in diesem Zusammenhang bei allen Helfern und Einsatzkräften bedankt. Für die betroffene Bevölkerung ist der Krisenstab bei der Verbandsgemeinde Seehausen rund um die Uhr erreichbar. Telefonisch sind die Mitglieder unter den Nummern 039386/982-61 und -65 (täglich 6 bis 18 Uhr) sowie 982-62 und -31 (24 Stunden) zu erreichen.