An der Osterburger Bergstraße entstehen sieben Wohnungen für Menschen mit Behinderungen. An dem Vorhaben der Osterburger Lebenshilfe hat auch die Einheitsgemeinde Anteil, sie stellt Fördermittel aus dem Stadtumbau-Programm zur Verfügung.

Osterburg l Für das grün wuchernde Stillleben auf der in Nachbarschaft zur Stadt- und Kreisbibliothek gelegene Brachfläche läuft allmählich die Zeit ab. Denn auf dem früheren Grundstück des 2011 verstorbenen Bürgermeisters Hartmuth Raden sollen im dritten Quartal diesen Jahres Bauleute Einzug halten. Im Auftrag der Osterburger Lebenshilfe steht auf dem Areal die Errichtung eines zweigeschossigen Wohnhauses auf der Agenda.

Literaturhof liegt in der Nachbarschaft

Das neue Gebäude beherbergt sechs Wohneinheiten für Ein-Personen-Haushalte. "Zu diesen Wohnungen zählt auch ein rollstuhlgerechtes Appartement. Eine siebente Wohnung bietet genügend Platz für zwei Menschen. Dort könnte ein Paar einziehen, auch eine kleine Wohnunsgemeinschaft ist möglich", sagte Regina Bahlke. Die Geschäftsführerin der Lebenshilfe machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass klar umrissen ist, wer als Mieter der Wohnungen in Frage kommt. Dabei handelt es sich ausschließlich um Menschen mit Behinderungen, die in den Einrichtungen der Osterburger Lebenshilfe tätig sind und für die bei ambulanter Betreuung ein Wohnen in den eigenen vier Wänden möglich ist. Mit Blick auf die Betreuung soll in dem Gebäude auch ein kleines Büro entstehen, das von einem Mitarbeiter der Lebenshilfe genutzt wird. Um das Miteinander zu erleichtern und außerhalb der eigenen Wohnungen auch Raum für Begegnungen, kleinere Veranstaltungen und Feiern zu bieten, wird auch ein Gemeinschaftsraum entstehen.

Der kleine Hof, der Platz für Nebengelasse bietet, grenzt unmittelbar an den zukünftigen Literaturhof zwischen Bibliothek, Musikmarkthalle und Kunst-Außenstelle des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums an. Die Nachbarschaft zu dieser Begegnungsstätte stellt für die Osterburger Lebenshilfe einen zusätzlichen Antrieb dar, das Wohn-Projekt in die Tat umzusetzen.

Kurzer Weg zum Biesebad

Auch sonst schätzt Regina Bahlke den innenstädtischen Standort. So seien die Wege zu wichtigen Einrichtungen kurz, auch Ausflugsziele wie das Biesebad befinden sich in greifbarer Nähe und können von den zukünftigen Mietern des Wohnhauses schnell erreicht werden.

Läuft alles wie geplant, sollen die Arbeiten auf dem Grundstück an der Bergstraße nach dem Auftakt im dritten Quartals innerhalb eines Jahres zum Abschluss gebracht werden. Die Aussichten, dass diese Planungen für das Wohnhaus zumindest mit Blick auf den Baubeginn aufgehen, scheinen günstig. Bereits seit Februar 2014 liegt eine nur mit geringen Auflagen verbundene Baugenehmigung vor. Und vor wenigen Tagen stellten Osterburgs Einheitsgemeinde-Politiker die Ampel endgültig auf Grün. Der Stadtrat sicherte finanzielle Unterstützung zu. Das Gremium sprach sich dafür aus, Fördergelder aus dem Stadtumbau-Topf für das Projekt der Lebenshilfe zur Verfügung zu stellen. "Das hilft uns sehr", freute sich Regina Bahlke, die sich dafür stellvertretend für die gesamte Lebenshilfe beim Osterburger Stadtrat und seinen Ausschüssen bedankte.