Schönberg (ama) l "Petri heil" war das Motto der 23 jungen Angler, die am Sonnabend für das Forellenangeln in Schönberg ihre Ruten auspackten. Alle hörten auf das Kommando des Vorsitzenden des Angelvereins Gunnar Bahlke, der mit dem Vorsitzenden des Schönberger SV, Jan Reinecke, das Heft fest in der Hand hatte.

80 Regenbogenforellen und fünf Goldforellen hatten sie aus Gandow in Mecklenburg mitgebracht, um den Hobbyanglern möglichst großen Erfolg zu bescheren. Zwar war es in der vom Angelverein gut gepflegten Parkanlage morgens um 8 Uhr noch recht frisch. Aber fürs Angeln kamen die Mädchen und Jungen gut aus dem Bett. Matthes Kinne aus Neukirchen gehörte mit seinen sechs Lenzen zu den Jüngsten, die eine Rute in den Dorfteich hielten. Sein Cousin Niklas Kayatz, ebenfalls aus Neukirchen, hatte ihn auf den Geschmack gebracht und vom Vorjahr vorgeschwärmt. In Neukirchen ist Niklas seit einigen Jahren im Angelverein. Sein Lieblingsgewässer ist die Elbe. "Schwarzer Wehl", sagt er trocken.

Aus Falkenberg und Lichterfelde hatten sich außerdem Teilnehmer gemeldet. Marieke Schneider (12) kam mit Bruder Friedel Jens (13) und ihrem Papa. "Zuerst war mein Bruder vom Angeln besessen, dann hat er mit meinem Papa vor fünf Jahren den Angelschein gemacht, dann ich vor vier Jahren", erzählte Marieke. Für einen Angelausflug sind sie gern früh aus den Federn, denn jetzt ist Hochsaison.

Mit Navigationsbrille wird das Angeln leicht gemacht

Einige kamen sogar mit Navigationsbrille und hatten bis um 9 Uhr schon vier Forellen im Eimer. "Mit dieser speziellen Brille kann man die Fische sehr gut orten und erzielt damit leichter Erfolge", klärte Gunnar Bahlke auf.

Allerdings war den jüngsten Teilnehmern des Forellenangelns liebsten, wenn die Fische unberechenbar waren. So war ja auch die Überraschung am größten.

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