Mit dem Frühjahrsanfliegen starten die Mitglieder des Modellflug-Clubs (MFC) Seehausen am kommenden Sonnabend, 10. Mai, in die neue Saison. Starten im wahrsten Sinn des Wortes und das dazu noch in aller Öffentlichkeit.

Seehausen l Denn am Sonnabend wollen die Männer an den Steuerknüppeln der Fernbedienungen unter den neugierigen Blicken möglichst vieler Zaungäste das meiste aus ihren Technikbeständen in die Luft bringen, was über ein paar Flügel und einen Motor verfügt. Bei vier, fünf Maschinen pro Mitglied kommt da unter dem Striche einiges zusammen. Das mehr oder weniger laute Spektakel - je nachdem, ob das Luftgefährt einen Verbrennungs- oder einen Elektromotor besitzt - beginnt 10Uhr auf dem kleinen Flugplatz am Behrendschen Hausland.

Verein zählt derzeit zwölf Mitglieder

Der Weg ist übrigens leicht zu finden. Einfach auf der alten Bundesstraße B189 aus Richtung Seehausen kommend vor den Schranken links auf den Behrendschen Weg abbiegen, nach ein paar hundert Metern wieder links haltend die Asphaltpiste verlassen und der Beschilderung zum Vereinsgelände folgen.

Die Modellflieger um Kai Kotilge, die seit vielen Jahren eine eingeschworene Gemeinschaft sind, aber erst 2013 einen eingetragenen Verein gegründet haben, können den Schaulustigen sowohl Fläche (also Flugzeuge) als auch Helis (Hubschrauber) in allen möglichen Größen und Varianten am Boden, aber vor allem auch in Aktion präsentieren. Beide Arten des Modellflugsports sind in etwa zur Hälfte am Vereinsleben und bei der Flugschau beteiligt. Die Schar der Luftfahrzeuge wird übrigens noch durch ein paar Freude vom MFC Havelberg verstärkt.

Die Interessenten können nur so mal vorbeischauen. Die Modellflieger vom Aland hoffen indes auch auf Gleichgesinnte, die bislang vielleicht nur im stillen "Kämmerlein" für sich flogen und möglicherweise dankbar über Rat und Tat sind. Wenn dabei neue Vereinsmitglieder akquiriert werden können, um so besser.

Die Kleinen können oft mehr als die Großen

Der Vorsitzende betont in dem Zusammenhang allerdings, dass die Flugzeugliebhaber ihr Hobby nur aus Spaß an der Freude ausführen und keine großen Wettkampfambitionen haben.

Dass die Gäste der Flugschau nach dem Abheben der Luftfahrzeuge, die oft maßstabsgetreu Originalen nachempfunden sind, nur Stecknadelköpfe am Himmel zu sehen bekommen, ist übrigens nicht zu befürchten. Denn die Boden-Piloten müssen zu ihrer Technik selbst guten Sichtkontakt halten, um alle Flugmanöver unter Kontrolle zu haben.

Die Flugmanöver sind übrigens meist um einiges spektakulärer als bei den Originalen, weil Modellflugzeuge im Vergleich zu den Großen gewissermaßen übermotorisiert sind. Leichte und moderne Baustoffe machen es möglich, die Gesetze der Aerodynamik vielleicht nicht außer Kraft zu setzen, aber auszureizen.