Die Flessauer Grundschule empfing gestern Nachmittag prominenten Besuch. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) machte sich vor Ort ein Bild, wie sich der Lernort die ausgebaute Breitbandversorgung zunutze macht.

Flessau l Im Rahmen einer Tour, die ihn im gesamten Land zu mehreren mit EU-Fördergeldern unterstützten Projekten führte, besuchte Haseloff gestern Nachmittag die Flessauer Grundschule. Der Ministerpräsident wollte sich vor Ort überzeugen, wie die Bildungsstätte von der ausgebauten Breitbandgrundversorgung profitiert. In diesem Bereich nimmt Osterburg in Sachsen-Anhalt immer noch eine Vorreiterrolle ein. Schließlich ist die Einheitsgemeinde eine der wenigen Kommunen, die dank eines frühzeitigen Engagements ihrer Politiker und Verwaltung flächendeckend über ein leistungsfähiges Internet verfügt.

Schulleiter Olaf Jaensch demonstrierte im Zusammenspiel mit Mädchen und Jungen aus den zweiten bis vierten Klassen, dass die rund 166000 Euro, die Osterburg unter Verwendung von EU- und Landesmitteln allein in die Flessauer Breitbandversorgung investierte, gut angelegtes Geld sind. Jaensch lud Lehrfilme oder digitale Versionen von Unterrichtsbüchern aus dem Internet herunter und rief Aufgaben ab, die die Kinder an einer modernen Touchscreen-Tafel lösten. Die Mädchen und Jungen brachten aber nicht nur den Extra-Unterricht mit Bravour hinter sich. Sie überraschten ihre Gäste, neben Haseloff waren unter anderem Einheitsgemeinde-Bürgermeister Nico Schulz, der zweite Beigeordnete des Landrates, Sebastian Stoll, und die Flessauer Bürgermeisterin Silvia Böker vor Ort, mit einem Platt-Programm. Nach dem Termin in Flessau steuerte Haseloff das Kreveser Gutshaus an. Dort sprach der Ministerpräsident mit Unternehmern aus der Region über die ausgebaute Breitband-Versorgung.