Klein Schwechten (rf). Das Besetzungsverfahren für die Seelsorgerstelle des Pfarrbereiches Klein Schwechten ist entschieden. Die Stelle, die seit dem Wegzug des Ehepaares Jörg und Beate Drafehn vakant ist, wird im Sommer dieses Jahres mit einem jungen Mann aus Merseburg neu besetzt. Wie der Superintendent des Kirchenkreises Stendal, Michael Kleemann, auf Nachfrage der Osterburger Volksstimme gestern mitteilte, habe Thomas Vesterling im Rahmen seiner Ausbildung noch ein Jahr in den USA "drangehängt", das er noch beenden muss.

Mit dem neuen Chef des großen Pfarrbereiches, zu dem die Kirchengemeinden Baben und Eichstedt aber auch die Kirchspiele Krusemark-Goldbeck (inklusive Bertkow, Plätz) sowie Klein Schwechten (mit Möllendorf und Petersmark) gehören, und das sich Drafehns früher teilten, gehen nicht nur personelle Änderungen einher. Für den Neuen besteht künftig nämlich keine Residenzpflicht mehr im Hohenberg-Krusemarker Pfarrhaus, das ebenso wie das Gotteshaus zwar naturnah und idyllisch, aber eben auch recht einsam außerhalb des Dorfes liegt. Wegen der "exponierten Lage", wie es Michael Kleemann vorsichtig umschrieb, aber auch wegen des hohen Investitionsbedarfs ist das Haus inzwischen verkauft.

Der neue Pfarrer wird wieder von Klein Schwechten aus seinen Pflichten nachkommen. Da im Zuständigkeitsbereich keine geeignete kircheneigene Immobilie mehr zur Verfügung stand, ist das örtliche Pfarrhaus inzwischen abgerissen, um durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt zu werden. "Wir wollten Nägel mit Köpfen machen", spielt der Superintendent auf den Neubau an, der mindestens in zwei Generationen gedacht und auch groß genug für eine Pfarrersfamilie sei. Das schließe natürlich ein, dass die Kirchengemeinde damit eventuellen Familienplänen des neuen Geistlichen in Klein Schwechten den Weg ebnet, so Kleemann. Mit dem Bau soll schnellstens begonnen werden.

Der Superintendent freut sich übrigens nicht nur auf den neuen Pfarrer, sondern nutzte die Gelegenheit, sich bei den beiden Pfarrern i. R. Hermdieter Möhring (Plätz) und Hartwig Kahl (Bertkow) sowie bei den Pfarrern in der Nachbarschaft und nicht zuletzt bei den Kirchenältesten der Gemeinden zu bedanken, die ihr Bestes geben, die Zeit ohne festen Seelsorger zu überbrücken.