Osterburg l Was im Vorjahr noch in Frage gestellt wurde, erwies sich bei der diesjährigen Party als Volltreffer: Die Einbindung des Hilliges-Platzes in das Festgeschehen. "Er sorgte für eine zusätzliche Belebung des Zentrums", ist sich Osterburgs Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose sicher. Das dortige Angebot lockte viele Besucher auf das Areal, das sich bei der dreitägigen Sause am Wochenende in das Brandenburgischen Dorf verwandelte. Einheitsgemeinde-Bürgermeister Nico Schulz ist froh, dass der Hilliges-Platz eine Bereicherung darstellte. Es lohne sich also doch, nicht nur den Großen Markt mit seinen angrenzenden Straßen rund um die Kirche als Festbereich zu deklarieren, sondern auch die Breite Straße mit dem Hilliges-Platz in das Stadt- und Spargelfest einzubinden.

Erstaunt war Nico Schulz über die vielen Gäste, die sich trotz der Wetterlage auf das Fest begaben, die Fahrgeschäfte nutzten und das Programm auf den Bühnen verfolgten. "Es war ein voller Erfolg", resümmiert der Einheitsgemeinde-Bürgermeister, der der festen Überzeugung ist, dass die Feier "so langsam auch von den Osterburgern angenommen wird". Schon im Vorfeld hatte er das Gefühl, dass die Einwohner sich aktiver als zuvor am Programm beteiligen wollen. Er nannte mit den Oldtimerfreunden und dem Krumker Reitverein, die die Parade am Sonnabendnachmittag auf die Beine stellten, sowie den Blasmusikanten, die am Sonntag ihr Jubiläum feierten, drei Beispiele.

Zusammenarbeit künftig intensivieren

Das Echo auf die Festivitäten war äußerst positiv, blickt Schulz zufrieden zurück. Er möchte sich bei allen Helfern und dem Team von Schausteller Lothar Welte bedanken. Bereits dreimal führte der Rostocker mit seiner Mannschaft zum Stadtfest an der Biese Regie. Und aus Sicht von Nico Schulz und Klaus-Peter Gose könnte die Partnerschaft auch künftig weitergeführt werden. Und auch das Unternehmen von der Küste ist angetan von der Stadt. "Es macht Spaß, hier zu arbeiten. Die Zusammenarbeit mit den Stadtverantwortlichen kann man nicht hoch genug loben", sagt Christian Lübeck vom Schaustellerbetrieb.

Auch im nächsten Jahr soll das Europäische Dorf, das unter anderem Schmankerl aus den jeweiligen Ländern anbot, das Stadt- und Spargelfest bereichern. Nico Schulz sieht dadurch einen deutlichen Zugewinn, er spricht von internationalem Charme, den Osterburg versprühe. Neben der polnischen Partnerstadt Wielun wurden auch Vertreter der ungarischen Großgemeinde Kallosemjen und aus Litauen in der Biesestadt begrüßt. Wie der Bürgermeister verriet, wollen die vier Regionen auch künftig zusammen arbeiten. Das ist das Ergebnis des gestrigen Workshops, bei dem die Verantwortlichen mit den entsprechenden Regelungen vertraut gemacht wurden. Denn Fördergelder aus der EU sollen helfen, entsprechende Projekte umzusetzen. Den Beteiligten schwebt beispielsweise eine enge Kooperation der jeweiligen Schulen vor.

Dem Einheitsgemeinde-Bürgermeister würde es freuen, wenn sich die Gewerbetreibenden aus der Innenstadt noch aktiver in das Festgeschehen einbringen könnten. Einige Warenauslagen mehr vor dem einen oder anderen Geschäft hätte er sich gewünscht. "Aber das ist nicht als Kritik zu verstehen", stellte er klar.