Die Hortkinder der Osterburger DRK-Tagesstätte "Sonnenschein" feierten kürzlich einen Mutter- und Vatertag. Das Fest stellte fast schon einen Abgesang auf die Einrichtung dar. Denn die seit 1991 angebotene Hort-Betreuung wird zum 1. August beendet.

Osterburg l "Begonnen hatte es mit einer Gruppe von 20 Jungen und Mädchen, die von mir und Heike Rix betreut wurden", erinnerte sich Kerstin Schütze in einem kurzen Rückblick vor den Eltern, als man gemütlich bei Kaffee und Kuchen zusammen saß. "Der Bedarf wurde jedoch so groß, dass im Jahre 1997 eine Sondergenehmigung für die Betreuung von 80 Kindern erteilt wurde. Aktuell sind es nur noch 40 Kinder. Bevor ich mich von Ihnen, liebe Eltern, verabschiede, möchte ich Ihnen für die gute Zusammenarbeit, Unterstützung und das uns entgegen gebrachte Vertrauen herzlich danken. Sie konnten sich jederzeit überzeugen, dass wir unsere den Hort betreffende Konzeption jährlich neuen Gegebenheiten angepasst haben, damit alle Kinder ausreichend Zeit für ihre Bedürfnisse nach Spiel, Spaß und Erholung hatten; selbst die Hausaufgabenzeit war entsprechend dem Wunsch vieler Eltern geblieben."

Die Erzieherinnen seien stets bemüht gewesen, allen Wünschen der Kinder und Eltern gerecht zu werden, ohne dabei ihren Bildungsauftrag aus den Augen zu verlieren. "Viele Aktivitäten wie Bastelnachmittage und tolle Ferienangebote wurden unter Einbeziehung der Kinder angeregt und organisiert, wobei wir auch immer Ihre Unterstützung hatten, liebe Eltern", sagte Schütze. "Nun schließt sich der Kreis, und nach 23 Jahren wird es ab dem 1. August den DRK-Hort nicht mehr geben."

Dann werden die Kinder im Hort der Jenny-Marx-Kita in der Grundschule Hainstraße betreut. Ihre Erzieherinnen Ellen Mertens und Sylvia Münz werden mit ihnen gehen. Der Mutter- und Vatertag war also die letzte Veranstaltung im Turnraum der Kita "Sonnenschein". An der Sprossenwand hing ein Plakat mit der Aufschrift "Auf Wiedersehen!" Aber es dürfte dort kein Wiedersehen mehr geben. Möglicherweise wird auch so manches Kind nach dem Abschied aus der gewohnten Umgebung zunächst ein wenig Wehmut verspüren, doch es werden sich ihm neue Spielmöglichkeiten und Kameradschaften erschließen, da sind sich ihre Erzieherinnen und auch Kerstin Schütze sicher.

Ein kleines Programm an diesem Tag war den Eltern gewidmet, denen die Kinder mit Liedern, Gedichten und einem kleinen Sketch Dank sagten - der liebevollen, treusorgenden Mutti und dem Super-Vati, der alles kann und verständnisvoller Freund ist.

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