Dequede l Eine besondere Herausforderung an die eigene Kondition unter Belastung stellte der Feuerwehr-Dienstabend am Montag dar. Atemschutzgeräteträger aus Feuerwehren des Bereiches der Einheitsgemeinde Osterburg mussten mitsamt schwerem Einsatzgerät auf den Fernsehturm in Dequede steigen.

20 kg schweres "Gepäck"

Diese Einsatzübung sei nach zwei Jahren nun zu wiederholen, sagte Stadtwehrleiter Sven Engel den Kameraden nach deren Eintreffen am Ort des Geschehens. Angerückt waren Mitglieder der Wehren aus Osterburg, Polkau, Dequede, Meseberg, Schmersau, Flessau, Wollenrade und Gladigau. Die Absicherung von medizinischer Seite hatten die Rettungssanitäter André Becker und Stefanie Breitkopf von den Johannitern übernommen.

Franz Paelke vom Feuerwehrtechnischen Zentrum Stendal brachte die Ausrüstung wie Masken, Atemluftflaschen - sechs Liter Inhalt mit 300 Bar komprimiert - und Lungenautomaten mit. Dieses etwa 20 Kilogramm schwere "Gepäck" hatte jeder der 36 Kameraden am Leibe, als er sich an den Aufstieg der 490 Stufen bis in rund 100 Meter Höhe machte. Der 1959 in Dienst gestellte Turm, derzeit genutzt von der in Leipzig ansässigen Deutschen Funkanlagen GmbH, hat eine Gesamthöhe von 184 Metern.

Oben angekommen - die Aufstiegszeit lag im Durchschnitt bei 13 bis 15 Minuten - hatten die Kameraden etwas Zeit zum Verschnaufen, ehe sie sich an den Rückweg machten.

Förderverein unterstützt

Der stellvertretende Stadtwehrleiter Reiner Herms führte die "Anwesenheitsliste" der Akteure nahm und nach dem Abstieg die Atemluftkontrolle, gemessen in Bar, vor. Auch bei Peter Klinke von der Osterburger Wehr, der, als er unten ankam, von den zur Verfügung stehenden 300 Bar 170 verbraucht hatte.

Zur Stelle war auch der Versorgungszug des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Osterburg mit Getränken und kräftiger heißer Tomatensuppe; das Angebot wurde von den Kameraden dankbar angenommen. Die Einsatzübung sei erfolgreich verlaufen, stellte Sven Engel abschließend fest. Die Kameraden hätten gezeigt, dass sie den Belastungen gewachsen sind, sich aufeinander verlassen können und in der Lage sind, auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässig Hilfe zu leisten.

Bilder