Eine bronzefarbene Wasserpumpe schmückt künftig das südliche Areal der Osterburger St. Nicolai-Kirche. Die Einbau-Arbeiten begannen in dieser Woche.

Osterburg l Die Bemühungen von Osterburgs Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose und dem Ortschaftsrat haben sich ausgezahlt: Nach historischem Vorbild bekommt die Biesestadt wieder eine Wasserpumpe. "Fast genau an der Stelle", wie Frank Hoche, Leiter der Museen des Landkreises betonte, an der mehr als 100 Jahre ein mit einer Wasserpumpe versehener kleiner Brunnen stand.

Am Montag kamen bereits einige Ortschaftsräte ins Schwitzen. Mit Schippen und Spitzhacken bearbeiteten sie das vorgesehene Terrain an der Kirche nahe des Kreuzungsbereiches Kirchstraße/Wasserstraße. Gose bedankte sich bei Kurt Anglmayer, Jürgen Emanuel und Wolfgang Tramp für die tatkräftige Unterstützung beim Ausheben des Fundaments, für das sie einen Graben mit einer Tiefe von rund 60 Zentimetern und einer Länge von etwa 7,50 Meter in U-Form schafften. Diplom-Historiker Hoche bestätigte, dass das Quartett die Arbeiten an der richtigen Position vornahm. "Nur ein ganz wenig versetzt", sagte Hoche im Vergleich zum damaligen Wasserspender, der in den 90er Jahren mit der Neugestaltung des Kirchenumfeldes verschwand.

Die Verantwortlichen müssen sich nach den neuesten Gegebenheiten orientieren. Und deshalb richteten sie den Standort nach den beiden parallel zueinander stehenden Baumreihen aus. Nach den ersten Arbeiten folgte gestern der Beton, der erst einmal aushärten müsse.

Ortsbürgermeister dankt den Firmen

Ziel ist es, dass die Wasserpumpe, die der Ortsbürgermeister in einem Antiquariat in Mecklenburg entdeckte, noch in der aktuellen Wahlperiode des Ortschaftsrates aufgestellt wird - ab Anfang Juni soll sie das Areal an St. Nicolai bereichern.

Klaus-Peter Gose ist froh, dass viele Firmen das Anliegen des Ortschaftsrates unterstützten und notwendige Arbeiten ohne finanzielles Interesse übernahmen, sodass die Kasse der Osterburger nicht belastet wird. Ein großes Dankeschön geht von Gose an Schlosser und Schmiedemeister Detlev Steinke aus Groß Garz, der die Pumpe "in Form brachte", und an André Kuchar, Geschäftsführer einer Korrosionsschutz-Firma aus Wittenberge, die beispielsweise für die zweifache Endlackierung verantwortlich zeichnete.

Für die aktuellen Arbeiten auf dem Kirchenterrain konnte der Ortschaftsrat die Firma Henning aus Gladigau gewinnen.