Angesichts der allgemeinen katastrophalen kommunalen Finanzausstattung hatten die Einwohner von Kossebau und Gagel gestern in der Tat allen Grund, um kräftig zu feiern.

Kossebau/Gagel l Denn der schon seit 2007 noch von den Altgemeinden geplante Weg zwischen den beiden jetzigen Ortsteilen der "Altmärkischen Höhe" konnte gestern endlich seiner Bestimmung übergeben werden. Seit 2012 steht die gut zwei Kilometer lange Piste immerhin im Haushalt. In diesem Jahr wurden die Pläne in die Tat umgesetzt.

Neuer Weg wurde bis zur Landesstraße verlängert

Knapp 270000Euro sollen die beiden Betonspurten inklusive Ausweichstellen und Auffahrten kosten - die Schlussrechnung steht noch aus. Etwa 13500Euro waren für die Begrünung beziehungsweise für Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen geplant. Dass der Weg im Einigungsvertrag der Gemeindegebietsreform verankert war und eine 65-prozentige Bezuschussung über das Förderprogramm Ländlicher Wegebau sorgten letztlich für die Umsetzung der Pläne.

Dazu entschloss sich die Gemeinde "Altmärkische Höhe", den Weg nicht 50 Meter vor der Landesstraße L9 in Kossebau enden zu lassen, sondern den fehlenden Abschnitt mit Betonpflaster zu erneuern. Auf Gageler Seite waren solche Überlegungen nicht nötig, weil die Betonspuren kurz vor dem Dorf auf die Ortsverbindungsstraße von Lückstedt kommend einmündet.

Das Werk lobte Höhe-Bürgermeister Bernd Prange gestern Nachmmittag ebenso wie seine beiden Amtsvorgänger Detlef Manecke (Gagel) und Gert Reckling (Kossebau) als sehr gelungen. Und vor allem als nützlich.

Pkw- und Radfahrer sind nicht ausgeschlossen

Und das nicht nur für die Landwirte der Region, sondern in seiner multifunktionalen Ausschreibung auch für Pkw- und Radfahrer, die allerdings nicht mehr als 50 km/h auf dem Tacho haben dürfen.

Bevor es frisch gegrillte Bratwürste und Erfrischungen am Getränkewagen gab, wurde das obligatorische Band durchschnitten. Die Knirpse der Kossebauer Kita Wichtelhausen sorgten zudem für ein kleines Rahmenprogramm, das vor allem den Vertretern der Baufirma und dem Planungsbüro gefallen haben dürfte.

In seiner Aufregung vergaß Bernd Prange zumindest im offiziellen Teil ganz, noch eine gute Nachricht unters Volk zu bringen. Denn die Einwohner konnten nicht nur auf den exklusiven Feldweg anstoßen, sondern auch darauf, dass die Telekom dieser Tage zugesagt hat, bis 2015 für eine leistungsfähige Breitbandanbindung auf der "Altmärkischen Höhe" zu sorgen.