Anlässlich des Mauerfalls vor 25 Jahren findet in Osterburg am 8. sowie 9.November eine Kirchen- und Museumsnacht statt.

Osterburg l Als "Geistesverwandtschaft" bezeichnete Kreismuseumschef Frank Hoche die Ideen, die einerseits im Osterburger Museum und andererseits bei den Mitgliedern des CDU-Ortsverbandes der Biesestadt entstanden: Sie wollen zurückblicken auf jenes Jahr, an dem der Eiserne Vorhang fiel. Und so fanden Hoche und Matthias Köberle, Vorsitzender der Osterburger Christdemokraten, zusammen, um ihre gemeinsamen Bestrebungen nach einer Gedenkveranstaltung zu konkretisieren, holten die evangelische, katholische und neuapostolische Kirche mit ins Boot und haben mittlerweile ein zweitägiges Programm "gestrickt".

Am 8. und 9. November laden die Organisatoren zur Kirchen- und Museumsnacht ein, die seit den 90er Jahren in unregelmäßigen Abständen veranstaltet wird und zuletzt 2011 zum 250. Jahrestag des Osterburger Stadtbrandes über die Bühne ging.

Der Start erfolgt am 8. November mit einer Ausstellung in den Räumen des Kreismuseums, die an das Jahr 1989 in Osterburg erinnert. Diese wurde bereits 1990 aus der Taufe gehoben. So entstand unter Mitwirkung der Bibliothek, des Kreismuseums und des damaligen evangelischen Pfarrers Siegfried Kasparick, heute Propst in Wittenberg, eine Chronik über die Wendezeit in der Biesestadt. Diese Ausstellung wird ergänzt durch Arbeiten der gebürtigen Werbenerin und heutigen Kölnerin Ingrid Bahß. Zur Freude der Organisatoren wird auch Kasparick in Osterburg erwartet, der am Sonnabendabend ab 19 Uhr in der St. Nicolai-Kirche unter anderem an die damalige Bürgerbewegung erinnert: Er wird aus dem Band "Herbst 1989" lesen. Wie Pfarrerin Claudia Kuhn informiert, ist anschließend, etwa gegen 20.30 Uhr, ein Gedenkweg zur Stadtverwaltung, der ehemaligen SED-Kreisleitung, geplant. Dort sollen auch Zeitzeugen zu Wort kommen.

Wehr-Förderverein unterstützt Vorhaben

Der Weg führt anschließend weiter in die St. Josef-Kirche, wo gegen 21.30 Uhr Kantor Friedemann Lessing und Mitglieder des Clubs Altmärkischer Autoren mit ihren Texten an die damalige Zeit erinnern. Nach dem Nachtmahl, das am Neptunbrunnen und mit Unterstützung der Fördervereins der Osterburger Freiwilligen Feuerwehr gegen 22.45 Uhr stattfindet, wird zum ökumenischen Nachtgebet (gegen 23.30 uhr) in St. Nicolai eingeladen.

Am darauffolgenden 9. November werden die Glocken von St. Nicolai zum um 10 Uhr beginnenden Gottesdienst rufen, ehe danach auf dem Museumshof ein Imbiss angeboten wird. Die Kirchen- und Museumsnacht wird mit einem Konzert in der neuapostolischen Kirche abgeschlossen, das um 16 Uhr beginnen soll.

Die Organisatoren sind mit dem Grundgerüst der zweitägigen Veranstaltung sehr zufrieden. Am Konzept wird es keine grundlegenden Änderungen geben, es könnten sich nur geringfügige zeitliche Verschiebungen ergeben.