Die Betreuer der Lebenshilfe Osterburg stellten ein umfangreiches Programm auf die Beine - und die Bewohner hatten beim Fest ihren Spaß.

Osterburg l Wer am Sonnabend mit Cowboyhut auf das Gelände der Lebenshilfe Osterburg kam, lag voll im Trend. Das 22.Sommerfest der Einrichtung stand unter dem Motto "Westernzeit!"

Die Vorsitzende des Vereins Lebenshilfe Osterburg, Doraliese Möhlmann, eröffnete zusammen mit Geschäftsführerin Regina Bahlke Sonnabendmorgen das Fest. "Wenn Engel feiern!" dichtete Bahlke um, die sich über das sonnige Wetter freute, nachdem das Fest im Vorjahr wegen des Hochwassers ausgefallen war. "Die Bewohner stehen heute im Mittelpunkt", betonte sie und erklärte, wie wichtig es auch für die Eltern der behinderten Menschen sei, in so entspannter Atmosphäre ins Gespräch zu kommen.

In Vertretung des Ortschafts- und Stadtrates von Osterburg ergriff anschließend Matthias Köberle das Wort. "Sie wissen, dass ihre Anliegen bei uns in guten Händen sind", bemerkte er und wies in dem Zusammenhang auf das neuerliche Bauvorhaben einer Wohnstätte neben der Osterburger Bibliothek hin, das jüngst beschlossen wurde. Welch Glück sei es, so Bahlke daraufhin, dass die Lebenshilfe-Bewohner hier Arbeit und Freunde haben. Besonders lobte sie ihre Mitarbeiter, die in punkto Sommerfest vor Ideen nur so übersprühten und mit Herzblut alles vorbereitet hatten.

Kaum war die Ansprache der Redner beendet, stürzten sich die Gäste in das Vergnügen. Erst mal zum Tropic- beziehungsweise Beerencocktail, den Jana Braune und Margit Schneider einschenkten. Dann weiter zum Hufeisenwerfen oder zum Kühemelken. "Ganz schön schwer", stellte Anne-Katrin Volley fest, die sich an der Atrappe abmühte. "Flitzebogen" konnten die Besucher bei Norbert Dankert bauen. Schon als kleiner Junge hatte er das Handwerk erlernt, das er jetzt den Gästen beibrachte. Und wer schon mal trainieren wollte, um beim Fußball zwischen Bewohnern und Betreuern in Form zu sein, probierte sein Glück an der Torwand.

Tischschmuck aus der Flessauer Kita

Indessen wurden an den Ständen zum einen die Bilder feilgeboten, die mit behinderten Menschen im Malkurs von Jutta Krahnert entstanden, und zum anderen Keramik, Kerzen und Bastkörbe. Denny Ceynon machen solche Bastelarbeiten viel Spaß. Jetzt wollte er aber den Line Dancern zugucken.

An den Tischen konnten die Gäste von Gurken zu Kakteen umfunktionierten Tischschmuck bewundern, den die integrative Kindertagesstätte in Flessau beigesteuert hatte, und sich ein Westernsteak schmecken lassen, während sie das Programm verfolgten. "Das Sommerfest ist ein richtiges Familienfest", bemerkte Regina Bahlke abschließend und ließ sich wie die anderen den Kuchen schmecken.

   

Bilder