Seehausen hat gewählt. Und im Rathaussaal beginnt im Rahmen der Konstituierung demnächst das Stühlerücken.

Seehausen l Dass es Verschiebungen gibt, dafür haben die Urnengänger am Sonntag gesorgt. Bis auf die CDU ließen alle Parteien und Wählergemeinschaften Federn. Was zum Teil sicher auch daran lag, dass es im neuen Verbandsgemeinderat nur noch 20 statt 23 Sitze gibt - den Verbandsgemeindebürgermeister Robert Reck nicht mitgerechnet.

Letzterer zeigte sich gestern rein technisch gesehen mit dem Verlauf der Abstimmung zufrieden. Das Auszählen und das Einstellen der Zwischenergebnisse ins Internet auf den Seiten der Verbandsgemeinde habe gut funktioniert. Wofür Reck nicht nur seiner Mannschaft in der Verwaltung, sondern auch den Helfern in den Wahllokalen dankt.

Die Wahlbeteiligung, die sich am Ende bei 45,1 einpegelte könnte sicher besser sein. Aber wirklich unzufrieden war er damit auch nicht. Wenn er etwas schade findet, dann die Tatsache, dass es viele junge Leute mit Interessen an der Kommunalpolitik nicht in den Rat geschafft haben.

Dass jetzt alle fünf Bürgermeister im Verbandsgemeinderat sitzten (neu im Bunde ist der Seehäuser Detlef Neumann mit 613 Stimmen), sollte fast die Normalität sein. Um das sprichwörtliche Ohr an der Masse zu haben, hatte sich Reck ja auch in den Kreistag wählen lassen. Obwohl er das nicht nur als Selbstzweck im Dienst Seehausens sieht, sondern schon Verantwortung für die Region übernehmen will.

Gestern tagte noch der alte Verbandsgemeinderat

Apropos Verantwortung. Die CDU wird davon mit 7 Abgeordneten am meisten übernehmen müssen. Die Bündnis/Grünen haben mit Norbert Krebber zum ersten Mal einen Mann aus ihren Reihen im Rat sitzen. Während alle anderen Parteien und Wählergemeinschaften wenigstens einen oder zwei ihrer Kandidaten bei der Wahl durchbringen konnten, bleibt die SPD draußen (Tabelle links) und spielt nur im Stadtrat eine Rolle (Tabelle rechts).

Gestern tagte noch einmal der alte Verbandsgemeinderat unter Vorsitz von Karsten Reinhardt. Und es ist gut möglich, dass das nicht die letzte Zusammenkunft war. Der neue Rat muss sich laut Reck erst bis zum 1. Juli konstituieren.