Meseberg l Eine Herrentagspartie ist seit jeher für die Tischtennisfreunde des SV Eintracht Osterburg ein Muss. Und seit fünf Jahren, seitdem der Meseberger Heimat- und Mühlenverein am Vatertag in sein Open-air-Mühlencafé, zuvor am Bauplatz seines ehrgeizigen Projekts und dann an der wiedererstandenen Bockwindmühle, einlädt, ist hier die erste Station der Radler, allerdings ohne Kelle und Zelluloidball.

"Wir fahren auf möglichst gefahrgeminderten Wegen unseren Rundkurs, wo man unterwegs noch anhalten und rasten kann", sagte Eintracht-Chef Jörg Gerber der Volksstimme. "Und solche Gelegenheiten gibt es ja leider nicht mehr viele. Von Meseberg fahren wir weiter nach Rohrbeck, dann zum Reiterhof Schünemann in Möllendorf, nach Ziegenhagen und zurück nach Osterburg."

An der Mühle genossen die Osterburger, unter denen sich auch Stadtrat Wolfgang Tramp (Die Linke) und OCG-Vorstandsmitglied Christoph Pflug befanden, erst einmal die Gastlichkeit der Mühlenfreunde, wobei sie auf die Anwesenheit des Mühlenverein-Vorsitzenden Bernhard Sasse verzichten mussten, der sich gerade auf der Reise nach Irland befindet.

Die Männer mit den für diese Tour üblichen spitzen Filzhüten hatten im neuen massiven Schutzbau, der in Fachwerkbauweise ausgeführt ist, Platz genommen und sich Steak, Bratwurst und ein freundliches Pils schmecken lassen. Die Holzarbeiten an dem zum Teil an drei Seiten offenen Gebäude und die Anfertigung der neuen Tische und Bänke aus Kiefernholz hatte der Vorsitzende, ausgebildeter Tischlermeister, selbst übernommen. Das Bau- und Möbelholz hatte dessen Bruder Christian Sasse, Besitzer eines Sägewerks in Osterburg, maßgerecht geschnitten.

Während Reinhard Beckmann die Aufgabe am Holzkohlegrill vortrefflich löste, waren dessen Frau Helga, Anke und Lars Möhring sowie Gabi Koschollek mit dem Verkauf von Kaffee und Kuchen beschäftigt. Zwölf Sorten, zum Beispiel Streusel-, Pflaumen-, Rhabarber-, Apfel-, Quark-, Fanta-Kirsch- und Buttermilchkuchen, gebacken von Vereinsfrauen und Partnerinnen der Mitglieder, fanden ihre Liebhaber.

Auf Wunsch von Besuchern machte Matthias Lenz Mühlenführungen; gerade war ein Schwung Seehäuser auf einem von einem Traktor gezogenen, mit Couch und bequemen Stühlen ausgestatteten Wagen gekommen. Aus Richtung Kattwinkel war ein Pulk Männer und Frauen per Pedale gekommen und hatte ebenfalls im Mühlencafé Rast gemacht. Zum ersten Mal radelten Ronald Roefe und Sebastian Voß aus Königsmark zur Mühle. Sie waren guter Dinge und beabsichtigten, nach einer Pause nach Busch zum Hoffest von Bio-Landwirt Dihlmann weiter zu fahren.

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