Das kleine Festival "Rock in Räbel" lockte auch in diesem Jahr wieder viele Besucher an. Die Gäste bekamen auf dem Fuhrmeisterhof viel gute Live-Musik und eine tolle Atmosphäre geboten.

Räbel l Einmal im Jahr erwacht das Elbedorf Räbel aus dem Dornröschenschlaf. Immer rund um den Himmelfahrtstag geht auf dem Fuhrmeisterhof von Jochen Hufschmidt (seit gut einem halben Jahr Bürgermeister von Werben) das kleine Musikfestival "Rock in Räbel" über die Bühne. Dann schlagen Livemusik-Freunde aus ganz Deutschland auf dem Gelände des idyllisch gelegenen Hofes ihre Zelte auf, um gesellige Tage und Nächte zu verbringen. Das war auch in diesem Jahr wieder so. Unter anderem kamen die Besucher aus Hamburg, Berlin, Hannover, Göttingen, Bonn und aus Mülheim an der Ruhr, der Heimatstadt von Jochen Hufschmidt. Aber auch Musikfreunde aus der Altmark feierten zünftig mit.

Diesmal - bei der 8. Auflage des Festivals - spielten an drei Tagen insgesamt fünf Bands in Räbel. Das Spektrum reichte von Rock über Punk und Indierock bis hin zu abwechslungsreicher Covermusik.

Rund 350 Besucher kamen am Freitag zum Hoffest

Schon vom Auftakt am Himmelfahrtstag zeigte sich Jochen Hufschmidt sehr angetan. Für Stimmung sorgten am Abend die Bands "Raum6" aus Köln und "Die Bonnzen" (Bonn) mit guter, handgemachter Rockmusik, gepaart mit überwiegend eigenen, deutschsprachigen Texten. Am Freitag wurde parallel das Hoffest auf dem Fuhrmeisterhof gefeiert. Bei frühsommerlichem Wetter füllte sich schon tagsüber der Hof. Die Besucher kosteten sich durch die kulinarischen Spezialitäten und genossen gesellig die schöne Atmosphäre. Richtig voll wurde es abends. Zunächst sorgte die Coverband "No Limit" aus Osterburg für Stimmung. Das Trio um Sängerin Jutta Völzke hatte sein Programm extra auf Rock ausgerichtet und heizte die Tanzlaune in der Scheune mit Klassikern der Rockgeschichte bis zu modernen Titeln an.

Danach war die Kölner Band "Divine Sofa" an der Reihe. Gegründet wurde sie 2009 als Duo. Mittlerweile ist die Band ein Quartett, das vor Kreativität nur so sprudelt. Die Gruppe hat ihren eigenen Sound entwickelt - eine Mischung aus Indierock und Elektro - gepaart mit ausschließlich eigenen, englischsprachigen Texten. "Wir haben keine politischen Botschaften in unseren Texten. Vielmehr wollen wir Raum für Interpretationen geben", sagte Gitarrist Christian Reher gegenüber der Volksstimme. "Divine Sofa" gründen derzeit ihr eigenes Label "Sofa Records" und veröffentlichen in Kürze ihr Debütalbum mit dem Titel "This Night Was Another Disappointment To Me". (www.devinesofa.de).

Berliner "Uppercuts" heizen mit Punk ein

Am Samstagabend ging es vom Musikstil her am härtesten zu auf dem Fuhrmeisterhof."The Uppercuts" aus Berlin präsentierten klassischen Punk und Punkrock und heizten dem Publikum damit ordentlich ein. Anschließend wurde bis in den frühen Morgen zu Musik "von der Konserve" ausgelassen getanzt.

"Die achte Auflage unseres kleinen Festivals war wieder ein voller Erfolg", bilanzierte gestern Jochen Hufschmidt, Vorsitzender des Vereins "Kultur und Rock in Räbel". "Allein am Freitag zum Hoffest waren mindestens 350 Leute da. Das Wetter war gut und es herrschte eine gute, friedliche Stimmung." Die letzten Besucher reisten erst gestern wieder ab aus Räbel. Hufschmidt möchte sich auf diesem Wege beim Arbeitskreis Werbener Altstadt und der Stadt Werben für die logistische Unterstützung bedanken.

 

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