Die Hansestadt Osterburg möchte sich für die Landesliteraturtage 2016 bewerben. Dann würden deutlich mehr Veranstaltungen über die Bühne gehen als bei den jährlichen Literaturtagen.

Osterburg l Sie sind ein Markenzeichen der Stadt: die Osterburger Literaturtage. Die jährlich im Herbst über die Bühne gehende Veranstaltungsreihe, die bereits Schriftsteller wie Hermann Kant, Hellmuth Karasek oder Winfried Glatzeder bereicherten, begründete den Ruf Osterburgs als Literaturhauptstadt der Altmark. Die Geburtstunde war 1998.

Die damaligen Landesliteraturtage legten den Grundstein für eine Fortsetzung in der Biesestadt - seit 1999 organisiert die Stadt- und Kreisbibliothek die aus Lesungen, Konzerten und Schreibwerkstätten bestehenden Tage. 18 Jahre später könnten erneut Landesliteraturtage in Osterburg stattfinden. Die Stadt will sich um die Ausrichtung im Jahr 2016 bewerben, die Stadträte müssen letztendlich grünes Licht geben. "Wir haben uns einen guten Ruf erarbeitet, der bis in die Landespolitik ausstrahlt", sagt Einheitsgemeinde-Bürgermeister Nico Schulz, der froh ist, dass die Osterburger Literaturtage (Olita) sich zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens in der Einheitsgemeinde entwickelten.

Mit Unterstützung von Sponsoren stellte die Stadt in der Vergangenheit stets ein abwechslungsreiches Olita-Programm für Jung und Alt auf die Beine. Wenn das Land Sachsen-Anhalt mit im Boot ist, erwartet Schulz noch eine stärkere Unterstützung, die sicherlich auch ein Plus an Veranstaltungen nach sich ziehen würde.

Bibliotheks-Standort wird gestärkt

Er denkt dabei noch an einen weiteren Vorteil: "Es stärkt und sichert den Bibliotheks-Standort. Das Thema Literatur ist in Osterburg von großer Bedeutung. Dass die Literaturtage ein überregionales Ansehen erzeugen, ist ein Erfolg des Teams der Stadt- und Kreisbibliothek", weiß der Einheitsgemeinde-Bürgermeister.

Für die Osterburger Literaturtage im Herbst, die vom 13. bis 26. Oktober stattfinden, konnten die Organisatoren um Bibliotheksleiterin Anette Bütow unter anderem den Schriftsteller Wladimir Kaminer gewinnen. Dass sie damit den Geschmack der altmärkischen Literaturfans trafen beweist die Resonanz: Alle Karten für diese Lesung am 14. Oktober sind bereits vergriffen.