Räbel/Büttnershof/Arneburg l Aufgrund des gestiegenen Wasserstandes der Elbe verkehrt seit einigen Tagen nicht mehr die Gierseilfähre zwischen Räbel und Havelberg. Für sie war die Motorfähre im Einsatz. Aber eine Havarie hat das Wasserfahrzeug außer Gefecht gesetzt.

Wie die Wasserschutzpolizei mitteilt, wurde gestern gegen 11Uhr durch die Rettungsleitstelle informiert, dass es einen Hilferuf der Elb-Fähre Räbel gegeben hat. Der Fährführer hat aufgrund eines Wassereinbruchs, den er mit eigenen Mitteln nicht eindämmen konnte, die Feuerwehr zur Unterstützung angefordert. Die Fähre musste den Verkehr einstellen. Nachdem das Wasserfahrzeug am Anleger der Gierseilfähre vor Anker gegangen war, begannen die beiden Fährmänner, Olaf Quiel und Uwe Ritter, mit dem Auspumpen der Wassermassen. Ein Abdichten der Stelle vor Ort war nicht möglich. Die Ursachen des Wassereinbruchs sind laut Wasserschutzpolizei derzeit noch unklar und werden untersucht. Inzwischen befindet sich die Fähre auf der Anfahrt zur Werft in Havelberg. Wie lange sie außer Betrieb bleibt, stand gestern noch nicht fest.

Hoffnung auf schnell sinkende Elbepegel

Wie die Verbandsgemeinde (VG) Arneburg-Goldbeck auf Nachfrage mitteilte, wird die Schadstelle in Havelberg genau begutachtet und repariert. Problematisch ist, dass derzeit auch die Elbfähren in Arneburg und Sandau (Büttnershof) nicht verkehren. Die Arneburger Gierseilfähre pausiert wegen des hohen Elbepegels und die Fähre "Sandau" (Büttnershof) ist aufgrund eines Defekts ebenfalls in der Werft. Dadurch kommt es für die Bevölkerung zu kilometerlangen Umwegen über die Brücken in Tangermünde beziehungsweise Wittenberge. Besonders ärgerlich ist das für Radfahrer, die derzeit auf der westlichen Elbseite unterwegs sind.

"Wir hoffen, dass die Reparatur am Donnerstag abgeschlossen werden kann und dass die Räbeler Fähre ab Freitag wieder in Betrieb ist. Außerdem geben die sinkenden Elbe-Pegelstände Anlass für Optimismus. Wir hoffen, dass am Freitag zumindest die Arneburger Fähre wieder in Betrieb geht", erklärte gestern Michaela Herbst von der VG Arneburg-Goldbeck.