Die Freiwillige Feuerwehr Schwarzholz feierte Pfingsten ihr 110-jähriges Bestehen. Was am Vormittag mit einem Feuerwehrwettkampf begann, klang mit einem Dorffest zünftig aus.

Schwarzholz l Einen Wettkampf anderer Art organisierten die Kameraden der Schwarzholzer Feuerwehr anlässlich ihres Wehrjubiläums. Statt auf der 110 Meter-Bahn wurde der Wettkampf auf der Dorfstraße über eine Strecke von 80 Metern ausgetragen. Statt der üblichen zwei Strahlrohre kam diesmal nur eines zum Einsatz. Außerdem bauten die Kameraden nicht wie üblich ihre Technik auf der Wettkampfbahn auf, sondern holten diese bei laufenden Zeit direkt vom Fahrzeug. "So arbeiten die Kameraden im Ernstfall ja auch", erläuterte Wehrleiterin Marita Last.

Stolz ist die Wehrleiterin auf ihre Truppe. Von den vier teilnehmenden Mannschaften und einer Jugendfeuerwehr holten sich die Gastgeber den Siegerpokal. Mit einem Ergebnis von 49,60 Sekunden im zweiten Durchgang waren sie mehr als doppelt so schnell als im Durchgang zuvor.

Der Wehrgeburtstag brachte für zwei Neuzugänge der Schwarzholzer Feuerwehr die Feuerwehrtaufe mit sich. Remo Schulze und Sebastian Möller wurden nach dem Wettkampf ins Löschwasser getaucht. "Das ist beim ersten Ausscheid eines neuen Feuerwehrmitglieds so üblich", erklärte die Wehrleiterin. Unterstützt wurde die Feuerwehr beim Ausrichten des Dorffestes von der Frauengruppe Schwarzholz.

Die Mitglieder haben Kuchen für die Nachmittagsveranstaltung gebacken. "Wir sind sehr stolz darauf, dass die Frauen das jedes Jahr zum Dorffest machen. Sie stecken viel Herzblut hinein und gestalten wunderbare Tortenkreationen", schilderte Last. Unterstützt wurde das Fest auch von zahlreichen Sponsoren. So konnten bei der Tombola entsprechend der Jubiläumszahl 110 Preise verlost werden. Unter anderem gab es einen Präsentkorb, einen Rasentrimmer oder ein Bowleservice zu gewinnen. Apropos 110 Jahre Feuerwehr. Am Nachmittag ließen die Gäste 110 Luftballons gen Himmel steigen.

Die Wimpel entlang der Straße stammen noch von der 100-Jahr-Feier. "Damals haben alle im Dorf mitgeholfen. Die Frauen nähten und die Männer hängten die Wimpel auf", erinnerte sich Last.

 

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