"Diese A 14 ist nicht mehr aufzuhalten." Davon ist Burkhard Krüger überzeugt. Der Sprecher der Osterburger Basta 14/B 190n-Gruppe zog dieses Fazit gemeinsam mit weiteren Autobahn-Befürwortern, nachdem die Gruppe mehrere Baustellen der Nordverlängerung besichtigt hatte.

Osterburg l Während ihrer Tour steuerten die Autobahn-Verfechter zuerst den Verkehrsabschnitt 1.2 von Mose nach Colbitz an. Eine der beiden Anschlussstellen ist Wolmirstedt, die aus zwei Brückenbauwerken für die Bundesstraße 189 besteht: eine über den Vorfluter der Ohre, die andere über die A 14. "Beide sind schon für den Verkehr freigegeben."

Burkhard Krüger freute sich, dass Mitarbeiter der Landesstraßenbaubehörde die Altmärker mit den Fakten vertraut machten. Dabei kam zum Ausdruck, dass, bedingt durch den milden Winter, "die Bauarbeiten über dem Plansoll liegen". Anschließend durften die Gäste mit ihrem Fahrzeug als erste "Zivilisten" auf dem gesamten Streckenabschnitt bis nach Colbitz fahren. "Welch ein erhebender Augenblick für alle Beteiligten."

Vorbei ging es unter anderem an zwei Bauwerken für Fledermäuse, einem Tunnel und einer Brücke, und an die Brücke für das Wild, die über drei Millionen Euro verschlang. "Es ist schon bemerkenswert, mit welchem finanziellen, arbeitstechnischen und technologischen Aufwand die Belange des Natur- und Tierschutzes berücksichtigt wurden. Mit Recht kann man sagen: So ,grün` ist noch nie eine Autobahn zuvor gebaut worden", machte der Osterburger deutlich. Im Oktober soll der Abschnitt 1.2 für den Verkehr frei gegeben werden.

Altmärker besuchen das Schweriner Dreieck

Anschließend ging es in die anderen Bundesländer: Die Altmärker nahmen zusammen mit dem Sprecher der Partnerorganisation "PriBA 14", Horst Niemeyer, mehrere Baustellen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in Augenschein. Die Exkursion begann an der neu zu bauenden Löcknitzbrücke bei Karstädt. "Auf unserer Weiterfahrt nach Ludwigslust sahen wir, wie sich entlang der B 5 die Baustellen der A 14 nahtlos bis zur brandenburgisch-mecklenburgischen Grenze aneinander reihen." Auch in diesem Fall habe sich das Wetter positiv auf das Baugeschehen ausgewirkt.

Ins Visier nahm die Gruppe während ihrer Tour schließlich auch die Abschnitte in Mecklenburg-Vorpommern. Der wichtigste Bauabschnitt ist dort das Dreieck Schwerin, wie Krüger bemerkte. Ausgeführt als vierblättriges Kleeblatt, bildet es den Lückenschluss der A 14 aus Richtung Magdeburg kommend, mit der schon vorhandenen A 14 aus Richtung Ostseeküste, bei gleichzeitiger kreuzungsfreier Anbindung an die A 24 (Berlin-Hamburg).

Die Mitglieder der Basta A 14/B 190n-Gruppe ziehen ein positives Fazit der Tour. "Einige wenige Uneinsichtige versuchen zwar immer wieder, trotz eindeutiger Urteile des Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig, mit Pseudoanalysen und Halbwahrheiten das Rad der Geschichte für die A 14 zurück zu drehen. Aber die Autobahn ist nicht mehr aufzuhalten", meint Burkhard Krüger, der froh über den Baufortschritt in allen drei Bundesländern ist.

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