Flessau l Wieder waren zwei Jahre ins Land gegangen und das Kollegium der Grundschule Flessau hatte zum Tag der offenen Tür eingeladen. Diese Zeitspanne, Gäste zu empfangen und die Einrichtung gemeinsam mit den Schülern zu präsentieren, ist hier seit langem Tradition. "Ich freue mich, dass das Interesse der Eltern und Großeltern so groß ist, die Schule, in der die Kinder lernen, zu besuchen", sagte Schulleiter Olaf Jaensch in der voll besetzten Turnhalle zu Beginn des Programms, das von den Kindern und Pädagogen seit Wochen vorbereitet worden war. "Sie sollen erleben, womit die Kinder im Unterricht umgehen, mit Dingen, an die in Ihrer Schulzeit gar nicht zu denken war, und Gelegenheit haben, mit den Lehrern zu sprechen."

Locker lief das Programm auf der kleinen Bühne ab, ebenso locker moderiert von Nele Tschiharz und Anina Garz. Gisela Lechner, die die Blockflöten-AG an der Schule leitet, hatte zwei ihrer Spielerinnen mitgebracht und umrahmte das Programm zwischen den einzelnen Darbietungen. Frisch-fröhlich agierten Heike Kurzes Plattschnacker - größtenteils Schüler der 3. Klassen - mit der Tänzen und Liedern. In ihre Fußstapfen traten, natürlich nicht auf Platt, Mitglieder der von Heike Lemme geleiteten Englisch-AG.

Christine Hamann zeigte sich mit Jungen und Mädchen ebenfalls sehr kreativ. Die "Jungdesigner" hatten Wochen zuvor für eine Modenschau "Fashionweek" gezeichnet, entworfen und zugeschnitten, Mode auf den "Laufsteg" zu bringen - aus Omas Zeiten, für die Frau von heute, jugendlich-frech, etwas für Väter bis hin zu Fantasie in rot und blau. Als besonderer Gag erschien Till Ebert als Conchita Wurst.

Kinder zeigten ihre Kunst-Werke

Auf dem Hof, auf dem Schüler, unterstützt von Eltern, die gastronomische Versorgung mit Kaffee, Kuchen, Bratwurst und Leckerem aus Obst zugunsten der Klassenkassen übernommen hatten, zeigten die Mädchen von Kathrin Nikolka Showtänze. Derweil hatten die Besucher in den Fluren Schülerarbeiten in Augenschein genommen und sich in den Klassenräumen umgesehen. Sie trafen zum Beispiel Schüler beim Experimentieren, konnten im "Kunstsalon" Malstudien bewundern, in denen die Erst- bis Viertklässler Werke von Meistern wie Hundertwasser, Dürer, Rizzi, Schulten und anderen nachempfunden hatten.

In einem anderen Raum hatte Olaf Jaensch etliche Eltern um sich, die sich für die digitale Schultafel interessierten, ein modernes Lehrmittel, das die alten Kreidetafeln ablösen wird. Sofern Geld dafür da ist.

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