Nach der Ausstellungseröffnung am Nachmittag im örtlichen Kirchsaal wurden das Festwochenende zum 250-jährigen Bestehen des Glagigauer Pfarrhauses am Abend in der Kirche gestartet

Gladigau l In einem gut besetzten Gotteshaus gab das "Gewandhaus Brass Quintett" am Freitag Abend ein Festkonzert anlässlich des 250-jährigen Bestehens des Gladigauer Pfarrhauses. Die fünf Solo-Blechbläser des bekannten Leipziger Gewandhausorchesters - Lukas Beno und Peter Wettemann (Trompete), Jan Wessely (Horn), Otmar Strobel (Posaune) sowie David Cribb (Tuba) - präsentierten Musik namhafter Komponisten vom Barock bis Gegenwart.

Formation in der Altmark bislang nicht zu erleben

Brass, die englische Bezeichnung für Messing, ist Blasmusik mit Blechblasinstrumenten aus Messing.

"Die Formation war in dieser Zusammensetzung bisher noch nicht in der Altmark zu erleben", begrüßte Pfarrer Norbert Lazay die Besucher. Und Peter Wettemann sagte einleitend: "Da wir aus Leipzig kommen, fühlen wir uns dem Thomaskantor Johann Sebastian Bach besonders verpflichtet. Deshalb haben wir unser Konzert auch mit einer seiner Kompositionen begonnen; die Fuge in G-Moll war für Orgel geschrieben und für Blechbläser bearbeitet worden."

Auf Bach (1685-1750) folgten Kompositionen von Tomaso Albioni (1671-1750), Johannes Brahms (1833-1897), Edvard Grieg (1843-1907), Jan Koetsier (1911-2006), Isaac Albeniz (1860-1909) und Enrique Crespo (1941).

Gewandhaus-Titel birgt für Qualität

Brass, die Musik des Blechbläser-Quintetts zeichnet sich durch eine reiche Klangfarbenpalette aus, von der es in der Gladigauer Kirche eine beeindruckende Hörprobe gab. Das kleine Ensemble war 2005 als "Leipzig Chamber Brass", als eine Kammermusik-Formation gegründet worden. Es ist die jüngste von nur vier Kammermusik-Formationen die die Bezeichnung "Gewandhaus" - neben dem bekannten Orchester und den beiden Chören - im Namen tragen darf, und das allein spricht schon für sich. Der Titel wird vom Gewandhaus-Kapellmeister verliehen, der auch für die Qualität des jeweiligen Ensembles bürgt.

Das Konzert war eine würdiger Auftakt zu den Feierlichkeiten für das ehrwürdige, historisch bedeutsame Pfarrhaus, derzeit bewohnt von der Familie Lazay (morgen mehr).

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