Baben l Der Johannistag ist der Gedenktag der Geburt Johannes´ des Täufers und steht in enger Verbindung zur Sommersonnenwende am 21. Juni. Die Kirchengemeinde Baben, unterstützt von Dorf und Feuerwehr, feierte am Sonnabend erstmals dieses Fest. "Wenn es gut läuft, wollen wir im nächsten Jahr wieder feiern, damit auch in den kleinen Dörfern zum gemütlichen Beisammensein beigetragen wird", erklärte Ingetraut Voigtländer, Vorsitzende des Gemeindekirchenrats in Baben.

Das Johannisfest in Baben begann mit einer Andacht in der Kirche. Durch diese führte in Vertretung für Pfarrer Thomas Vesterling Pastorin Janette Obara aus dem Pfarrbereich Cobbel-Grieben. "Der Johannistag erinnert an Johannes den Täufer, der Jesus getauft hat. Insofern ist dieser Tag auch eine Erinnerung an die eigene Taufe. Es ist eine Spurensuche. Man kann über den eigenen Taufspruch nachdenken, fragen, ob dieser einem etwas sagt", erklärte die Pfarrerin.

Verknüpft ist der Tag auch mit Brauchtum wie dem Johannisfeuer oder als Lostag im Zusammenhang mit Bauernregeln. So hingen am Festplatz hinter dem Dorfgemeinschaftshaus zahlreiche Bauernregeln, die Hinweise auf das Wetter geben sollten, etwa: "Vier Tage vor und nach Sonnenwende zeigen das Wetter bis Sommerwende" oder "Sankt Johannis Regengüsse verderben die besten Nüsse". "Einige Sprüche sind aber auch etwas frivoler", erklärte Ingetraut Voigtländer augenzwinkernd.

Bei Bratwurst und Steaks, die die Feuerwehrkameraden grillten, und Salaten, die die Dorfbewohner mitbrachten, stärkten sich die Gäste. René Wolff, der in der Kirche die Orgel spielte, begleitete auf der Gitarre die Dorfbewohner beim Volksliedersingen. Damit die Gäste textsicher sind, verteilte er zuvor die Liedtexte. In der Feuerschale loderten die Flammen. Das Johannisfeuer wurde auf der Erde entzündet. "Es soll Glück bringen, über dieses Feuer zu springen", erklärte die Gemeindekirchenratsvorsitzende.

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