Polkau l Drei Tage feierten die Polkauer ihr Holunderblütenfest. Die Kameraden um Wehrleiter Jürgen Lucas und die Dorfbewohner stellten ein Fest auf die Beine, zu dem auch viele Gäste von außerhalb kamen.

"Einmal im Jahr Polkau muss sein", bemerkte der frühere Abschnittsleiter Rolf Ludwig, der seit fünf Jahren im Feuerwehrruhestand ist. "Dass sich hier die Leute zusammenfinden, ist eine tolle Sache, vor allem, weil es nicht von oben vorgegeben ist." Schon am Freitag hatten die Gastgeber mit dem Bieranstich das Holunderblütenfest eröffnet. Den Fackelumzug lassen sie mittlerweile weg. Um so mehr freute sich Jürgen Lucas, dass die Dorfbewohner die Straßen mit Luftballons geschmückt hatten. Zum Umzug der Feuerwehren durch den Ort winkten die Bewohner ihnen zu, und am Festplatz sicherten sich alle Plätze in der ersten Reihe, um die Wettkämpfe zu sehen. Die Reihenfolge wurde ausgelost. Kameraden aus Erxleben, Grävenitz, Ballerstedt, Meseberg, Dobbrun, Wollenrade, Rochau, Wollenrade, Schorstedt, Borstel, Lichterfelde und Behrendorf waren vertreten. "Polkau ist immer klasse und macht Spaß", schwärmte Tobias Hoffmann, der mit den Behrendorfern am Sonnabend den Pokal beim Abschnittsausscheid in Möringen geholt hatte. Er brachte noch drei Wehren mit.

"Heute sind sie wieder flockig", kommentierte Wehrleiter Lucas trocken, als sich fast alle Mannschaften für den zweiten Lauf freiwillig anmeldeten. Bei Polkau war im ersten Durchgang der Schlauch verdreht. Dann übertrumpften sie sogar die Behrendorfer. Letztlich lautete das Ergebnis beim Löschangriff: 1. Borstel (20,96 Sekunden), 2. Lichterfelde (21,79), 3. Polkau (22,00), 4. Behrendorf (23,08), 5. Schorstedt (23,51).

Anschließend war der 100-Meter-Hindernis-Lauf dran. Ergebnisse bei den Unter-40-Jährigen: 1. Steven Lepke aus Polkau, (20,86), 2. Steffen Roger aus Polkau (23,62), 3. Tobias Hoffmann aus Behrendorf (23,90), 4. André Kersten aus Schorstedt (25,38), 5. Silvio Walowski aus Schorstedt (30,60); bei den Über-40-Jährigen: 1. Andreas Lepke (29,86), 2. Ralf Weyl aus Lichterfelde (31,29). Der Wanderpokal blieb aufgrund der Gesamtwertung zum dritten Mal in Polkau.

Am Sonntag ging das Fest in die Abschlussrunde. Der Vormittag war wie gehabt den Fußballern vorbehalten. Hilmar Böttcher führte Regie bei Hin- und Rückspiel mit je 15 Minuten. Polkau siegte vor Borstel und Dobbrun.

Natürlich hatten die Veranstalter auch an die Kinder gedacht. Sonnabend kam der Eiswagen, und Sonntag lockten Hüpfburg und Ponyreiten. Tombola und Schießstand gab es außerdem. Mit Kuchen und Salaten aus dem Dorf war neben Deftigem vom Grill für das leibliche Wohl gesorgt. "Herzlichen Dank an die Sponsoren", sagte Jürgen Lucas.

 

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