Mit einer Festveranstaltung und geladenen Gästen begannen am Freitagabend die Veranstaltungen zur 700-Jahrfeier in Lindenberg.

Lindenberg l Dass die Anfänge des Ortes weit bis in die Jungsteinzeit zurückliegen und sich der eigentliche Ort bis zum 30-jährigen Krieg etwa 1000 Meter in nordöstlicher Richtung von der jetzigen Lage befand, darüber berichtete in einem geschichtlichen Rückblick Wolfgang Wöllner.

Aber auch interessante Fakten aus dem vergangenen Jahrhundert waren zu hören. So gab es beispielsweise das erste Telefon in dem Ort im Jahre 1900 und die Elektrifizierung begann 24 Jahre später. Die Infrastruktur besserte sich durch den Straßenbau nach Tannenkrug (1909-1910) und nach Groß Garz (1926-1927). Drei Kirchen besaß der Ort. Die erste wurde vor 700 Jahren gebaut. 1702 entstand in der Dorfmitte ein barocker Bau nebst Schule und die heutige neogotische Kirche von 1893 wurde vor kurzem restauriert. Weitere interessante Themen in dem gut einstündigen Vortrag beleuchteten die Rolle der Altmark während der Preußenzeit. Umfangreiches Bild-und Textmaterial wurde dazu in der Kirche der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Stück über den "Spinner"

Der Sonnabendnachmittag stand dann ganz im Zeichen einer großen Feier am Krüdener Weg. Schon an der Hauptstraße machte eine Schau mit landwirtschaftlichen Maschinen vom Einscharpflug bis zum GPS-Traktor auf das Fest aufmerksam. Dahinter hatte die Lindenberger Feuerwehr ihre alte und neue Technik sowie eine geliehene Handdruckspritze aus Losse von 1924 aufgebaut. Diese wurde sogar im Einsatz vorgeführt. Kinderlachen ertönte von der Torsionsschaukel und dem daneben befindlichen Stand des Fördervereins der Kindereinrichtungen Zehrental. Regionale Händler, wie zum Beispiel der Imkerstand von Josef Preis aus Groß Garz, geräucherte Forellen aus Drüsedau oder Schmuck aus Hohenberg Krusemark, waren auf der anderen Straßenseite postiert.

Am Getränkewagen und im Zelt mit Kaffee und Kuchen wurde den Wünschen der vielen Besucher gut entsprochen. Zum Publikumsmagnet gestaltete sich die Schau eines Stendaler Modehauses, dessen Besitzerin, Gudrun Wöllner, aus Lindenberg stammt. Einen kulturellen Beitrag leisteten auch die Groß Garzer Schüler, die in ihrem Stück die Auswirkungen des Eichenprozessionsspinners anprangerten und auf eine Lösung des Problems hofften. Ab und zu gingen die Blicke der Besucher zum wolkenlosen Himmel, denn dort drehte ein Kleinflugzeug seine Runden, um dabei Gummibärchentüten abzuwerfen.

Sehr oft hörte man auch lobende Worte, die dem Hauptorganisator Hartmut Wöllner und seinen Arbeitsgruppen galten, die dieses eindrucksvolle Fest vorbereiteten.

   

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